Die kurze Antwort

Ja, das ist normal. Ein Außengerät im Kühlbetrieb bläst warme Luft aus, und das Gehäuse wird dabei spürbar warm. Das ist keine Störung, sondern die Aufgabe des Geräts: Es gibt genau die Wärme ab, die das Innengerät dem Raum entzogen hat, plus die Wärme, die der Verdichter selbst erzeugt.

Wie warm die Abluft wird, lässt sich ausrechnen. Für ein übliches Splitgerät mit 3,5 Kilowatt Kälteleistung liegt sie rund sechs bis sieben Kelvin über der Temperatur der angesaugten Luft. Bei 30 Grad Außentemperatur sind das etwa 36 bis 37 Grad. Der Rechenweg steht weiter unten, samt der Datenblattzahlen von drei Herstellern.

Kurz gesagt Warme Abluft ist der Normalfall. Aufmerksam werden sollten Sie erst, wenn die Kühlleistung nachlässt, das Gerät in einer engen Nische steht oder es sich abschaltet. Woran das dann liegt, steht im letzten Abschnitt.

Warum mehr herauskommt, als hineingeht

Eine Klimaanlage erzeugt keine Kälte, sie verschiebt Wärme von drinnen nach draußen. Das ist die Grundlage, und wenn Sie sie noch nicht kennen, lohnt vorher ein Blick darauf, wie der Kältekreislauf funktioniert. Hier geht es um die Frage, die dabei fast immer untergeht: Wie viel Wärme kommt am Ende draußen an?

Die naheliegende Antwort wäre: genau so viel, wie drinnen weggenommen wurde. Sie ist falsch, und sie steht so im deutschen Netz. Auf weltderphysik.de, betrieben von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und einem Bundesministerium, heißt es über den Kühlschrank als Erklärbild: „Genau die Wärmemenge, die im Inneren des Kühlschranks aufgenommen wird, setzt das Gerät an den heißen, geschlängelten Röhren der Rückseite wieder frei.“

Nach dem Energieerhaltungssatz ist das unvollständig. Der Verdichter läuft mit Strom, und dieser Strom verschwindet nicht. Er wird vollständig in Wärme umgewandelt und muss mit abgeführt werden. Wäre es anders, würde eine offen stehende Kühlschranktür den Raum weder wärmen noch kühlen. Genau das aber ist die Pointe, die der Absatz eigentlich belegen soll.

Der verbreitete Irrtum „Was drinnen wegkommt, kommt draußen an.“ Richtig ist: Was drinnen wegkommt plus der Strom für den Verdichter kommt draußen an. Ein einziger von acht geprüften Ratgebern formuliert es korrekt: heizsparer.de schreibt „die entzogene Wärme plus die aufgenommene elektrische Energie“. Eine Zahl nennt aber auch diese Seite nicht.
DIE ENERGIEBILANZ AM AUSSENGERÄTWärme aus dem Raumwas das Innengerät der Raumluftentzieht3,50 kWStrom für den Verdichterelektrische Leistungsaufnahme0,76 kWWärme an die Außenluftwas das Außengerät nachdraußen abgibt4,26 kWin SummeKälteleistung + elektrische Leistungsaufnahme = WärmeabgabeDaikin Perfera FTXM35A mit RXM35A, Nennbetrieb Kühlen, EER 4,63. Technisches Datenblatt, Stand 02/2024.
Aus dem Außengerät kommt mehr Wärme heraus, als drinnen aufgenommen wurde. Das ist keine Panne, sondern der Energieerhaltungssatz. Der Verdichter braucht Strom, und dieser Strom wird vollständig zu Wärme. Er verschwindet nicht, er kommt zur verschobenen Raumwärme dazu und muss zusammen mit ihr nach draußen. Von acht geprüften Ratgeberseiten rechnet keine einzige diese Bilanz mit Zahlen vor.

Das Beispiel stammt aus einem echten Datenblatt, nicht aus einer Faustformel. Bei einem Daikin Perfera FTXM35A entzieht das Innengerät dem Raum 3,50 Kilowatt und der Verdichter nimmt dafür 0,76 Kilowatt elektrische Leistung auf. Draußen kommen beide zusammen an: 4,26 Kilowatt. Zwei weitere Geräte derselben Leistungsklasse landen bei 4,49 und 4,32 Kilowatt.

Woher die Zahlen stammen Alle Leistungswerte in diesem Beitrag stammen aus technischen Datenblättern der Hersteller, nicht aus Ratgeberseiten. Bei einem vierten geprüften Datenblatt ergab die angegebene Leistungsaufnahme einen rechnerischen EER über 100. Das ist physikalisch unmöglich. Dieses Blatt wurde nicht verwendet.

Warum der EER bestimmt, wie stark es aufheizt

Der Aufschlag ist nicht bei jedem Gerät gleich groß. Wie viel Verdichterwärme dazukommt, hängt allein davon ab, wie effizient das Gerät arbeitet. Die Kennzahl dafür heißt EER, Energy Efficiency Ratio: Kälteleistung geteilt durch Leistungsaufnahme. Beim Daikin sind das 3,50 geteilt durch 0,76, also rund 4,6.

Daraus folgt eine Rechnung, die auf eine Zeile passt: Der prozentuale Aufschlag ist 100 geteilt durch den EER. Ein Gerät mit EER 4,0 gibt ein Viertel mehr Wärme ab, als es dem Raum entzieht. Bei EER 3,0 ist es ein Drittel.

WIE VIEL MEHRWÄRME DER VERDICHTER BEISTEUERTEER 3,0 · einfaches Gerätje kW Kühlleistung 0,33 kW extra33,3 %EER 3,50,29 kW extra28,6 %EER 4,00,25 kW extra25,0 %EER 4,63 · Daikin FTXM35A0,22 kW extra21,6 %EER 5,00,20 kW extra20,0 %EER 6,0 · sehr gutes Gerät0,17 kW extra16,7 %Anteil der Verdichterwärme, bezogen auf die Kälteleistung. Rechnung: 100 geteilt durch den EER.
Je schlechter das Gerät, desto stärker heizt es die Umgebung auf. Ein Gerät mit EER 3,0 gibt ein Drittel mehr Wärme ab, als es dem Raum entzieht. Bei EER 6,0 ist es ein Sechstel. Dieselbe Kühlleistung, aber der doppelte Aufschlag. Und genau dieser Aufschlag landet als warme Luft vor Ihrem Fenster oder auf der Terrasse des Nachbarn.

Praktisch heißt das: Ein ineffizientes Gerät kostet nicht nur mehr Strom, es belastet auch die Umgebung stärker. Beide Effekte haben dieselbe Ursache: die zusätzliche elektrische Leistung, die der Verdichter zieht.

Zwei Einschränkungen gehören dazu. Erstens gilt der EER für einen einzigen Betriebspunkt unter Normbedingungen. Über eine ganze Saison ist der SEER die aussagekräftigere Zahl. Zweitens läuft ein moderner Inverter fast nie auf Volllast, sondern regelt die Drehzahl herunter. Die Leistungsaufnahme schwankt dann, und mit ihr die Wärmeabgabe. Die Rechnung oben beschreibt den Volllastfall, also den ungünstigsten.

Wie heiß wird die Abluft wirklich?

Bis hierher steht die Wärmemenge. Für die eigentliche Frage, wie warm sich die Luft anfühlt, die aus dem Gerät kommt, fehlt noch eine zweite Angabe: wie viel Luft das Gerät bewegt. Auch die steht im Datenblatt.

WIE MAN AUS DEM DATENBLATT DIE ABLUFTTEMPERATUR AUSRECHNET11 · WärmestromKälteleistung plusLeistungsaufnahme,beides aus demDatenblatt. Beim DaikinFTXM35A sind das 4,26Kilowatt.22 · LuftmengeWie viel Luft dasAußengerät je Stundedurchsetzt. Stehtebenfalls imDatenblatt, hier 2.160Kubikmeter je Stunde.33 · FormelΔT = Q geteilt durch(V/3600 · ρ · c), mit ρ≈ 1,2 kg/m³ und c ≈1,005 kJ pro Kilogrammund Kelvin.44 · Ergebnis4,26 geteilt durch0,724 ergibt 5,9Kelvin. So viel wärmerist die Abluft als dieLuft, die das Gerätansaugt.Stoffwerte für trockene Luft bei 1 bar nach stoffdaten-online.de, auf zwei Stellen gerundet.
Vier Angaben genügen, und zwei davon stehen im Datenblatt. Diese Rechnung ist der Grund, warum dieser Beitrag existiert. Keine der geprüften Seiten führt sie vor, obwohl beide Eingangswerte öffentlich sind und die Formel aus der Schulphysik stammt.

Das Ergebnis ist bemerkenswert einheitlich. Drei Hersteller, drei verschiedene Bauarten, und alle drei landen zwischen 5,9 und 7,2 Kelvin. Bei 30 Grad Außentemperatur bläst das Gerät also mit etwa 36 bis 37 Grad aus. Warm, aber weit entfernt von dem, was viele erwarten.

WIE STARK SICH DIE ABLUFT WIRKLICH ERWÄRMTDaikin Perfera FTXM35A4,26 kW auf 2.160 m³/h5,9 KMitsubishi MSZ-AY35VGKP4,49 kW auf 1.932 m³/h6,9 KPanasonic Etherea CS-Z35ZKEW4,32 kW auf 1.788 m³/h7,2 KSo steht es im Fachlexikon„10 bis 15 Grad“, ohne Rechenweg12,5 KSo berichtet es ein Monteur45 °C Abluft bei 35 °C Umgebung10,0 KEigene Rechnung aus drei Herstellerdatenblättern gegen zwei Fremdangaben. Alle drei Geräte haben 3,5 kW Kälteleistung.
Drei Hersteller, drei Bauarten, fast dasselbe Ergebnis. Und trotzdem liegt die gängige Angabe rund doppelt so hoch. Diese Lücke lässt sich mit den verfügbaren Datenblättern nicht auflösen; dazu unten mehr. Wer eine Zahl braucht, sollte mit sechs bis sieben Kelvin über der Umgebungstemperatur rechnen und wissen, dass es unter ungünstigen Bedingungen mehr sein kann.
Eine offene Frage, die hier nicht gelöst wird Das Fachlexikon energie-lexikon.info nennt „10 bis 15 Grad“ Erwärmung, ohne Rechenweg. Ein Kältetechniker berichtet im Bauexpertenforum von 45 Grad Abluft bei 35 Grad Umgebung, also rund 10 Kelvin. Beide Angaben liegen deutlich über der Rechnung. Eine mögliche Erklärung wäre, dass die Datenblätter den Luftvolumenstrom der höchsten Gebläsestufe angeben, während Geräte im Automatikbetrieb oft langsamer drehen. Bei gleicher Wärmelast und weniger Luft steigt die Temperaturdifferenz. Prüfen ließ sich das nicht, weil keines der drei Datenblätter die Gebläsestufen einzeln ausweist. Die Diskrepanz bleibt damit ungeklärt und wird hier bewusst nicht geglättet.

Der teuerste Aufstellfehler

Die berechnete Temperatur gilt für ein Gerät, das ungehindert ansaugen und ausblasen kann. Steht es in einer engen Nische, hinter einer Verkleidung oder in einem Schacht, ändert sich die Rechnung, und zwar zum Schlechteren.

WAS IM ENGEN SCHACHT PASSIERTFrei an der WandAbluft zieht ab, kühle Luft strömt nachAußengerätwarme Abluftkühle Luft strömt nachHerstellervorgabe Daikin: 150 mm hinten, 50 mm seitlich,300 mm oben, 100 mm vor dem Luftauslass.Eingebaut in eine NischeAbluft prallt zurück und wird erneut angesaugtAußengerätprallt abund wird wieder angesaugtAnsaugtemperatur steigtUnterschrittene Abstände kosten Kühlleistung,Strom und Lebensdauer.Mindestfreiräume aus der Daikin-Montageanleitung für RXM-Außengeräte, Abschnitt 6.1.1.Der Fachbegriff für den rechten Fall lautet thermischer Kurzschluss.
Das Gerät saugt seine eigene Abwärme wieder ein. Ein Monteur im Forum von akkudoktor.net beschreibt die Folge nüchtern: „Dies senkt die Effizienz massiv, der Kompressor überhitzt, und der Stromverbrauch steigt.“ In keinem der acht geprüften Ratgeber taucht der Begriff überhaupt auf, obwohl die Montageanleitungen der Hersteller ausdrücklich davor warnen.

Der Effekt heißt thermischer Kurzschluss oder Rezirkulation. Das Gerät bläst warme Luft aus, die Luft prallt an der gegenüberliegenden Wand ab und wird zum Teil wieder angesaugt. Damit steigt die Ansaugtemperatur, und mit jeder Runde ein Stück weiter. Die Folge ist ein Gerät, das mehr Strom zieht, weniger kühlt und im schlimmsten Fall auf Hochdruckstörung abschaltet.

Ein Kältetechniker formuliert es im Bauexpertenforum unmissverständlich: Das Außengerät „darf auf keinen Fall in einem geschlossenen Raum aufgestellt werden“. Und die Umgebung spielt mit: Ein Nutzer bei akkudoktor.net berichtet, dass an seiner sonnenbeschienenen Südwand die Oberfläche „teilweise 50 °C“ erreicht und die dort angesaugte Luft entsprechend wärmer ist als im schattigen Hof. Den Unterschied beziffert er auf „locker 10 K“.

Praktisch Schatten und freier Luftweg sind mehr wert als jede Verkleidung. Wenn das Gerät aus optischen Gründen verkleidet werden soll, muss die Verkleidung vorne und oben offen bleiben. Sonst kostet die Optik Leistung, Strom und Lebensdauer.

Welche Abstände wirklich gelten

Abstandsangaben kursieren viele. Belegt ist fast keine. In den geprüften Ratgebern stehen 15 Zentimeter, 30 Zentimeter und 50 Zentimeter nebeneinander, ohne dass eine Seite sagt, woher die Zahl stammt.

WELCHE ABSTÄNDE GENANNT WERDEN, UND VON WEM0 cm10 cm20 cm30 cm40 cm50 cm60 cmHersteller, seitlichDaikin: mehr als 50 mmHersteller, hintenDaikin: mehr als 150 mmForum und ein Ratgeber„mehr als 15 cm“, deckt sich mit dem HerstellerRatgeber ohne QuelleMediaMarkt: 50 cm seitlich, zehnmal so vielNur der Herstellerwert stammt aus einer Montageanleitung. Die übrigen Zahlen stehen ohne Quellenangabe im Netz.
Ausgerechnet die Zahl aus dem Forum trifft die Herstellervorgabe. Der Ratgeberwert daneben liegt um den Faktor zehn darüber, ohne dass eine der Seiten erklärt, woher er kommt. Für die Praxis heißt das: Die Montageanleitung Ihres Geräts ist die einzige verbindliche Quelle. Sie liegt dem Gerät bei und steht bei den meisten Herstellern online.

Die einzige belastbare Quelle ist die Montageanleitung des jeweiligen Geräts. Daikin verlangt für seine RXM-Außengeräte mehr als 150 Millimeter nach hinten, mehr als 50 Millimeter zur Seite, mehr als 300 Millimeter nach oben und mehr als 100 Millimeter vor dem Luftauslass. Andere Hersteller nennen andere Werte, deshalb gilt immer die Anleitung des Geräts, das bei Ihnen hängt.

Dieselbe Anleitung enthält übrigens einen Hinweis, der in keinem Ratgeber steht: Bläst Wind mit 18 Kilometern je Stunde oder mehr gegen den Luftauslass, warnt Daikin vor Rezirkulation, Leistungsverlust, häufigerer Vereisung im Heizbetrieb und möglichen Schäden am Ventilator. Wer sein Gerät an eine exponierte Hauskante setzt, sollte die Ausblasrichtung danach wählen.

Nicht zu verwechseln Von diesen Montageabständen zu unterscheiden ist der Abstand zur Grundstücksgrenze. Dazu kursiert die Faustregel „2,5 bis 3 Meter“. Sie ist keine bundeseinheitliche Vorgabe: Maßgeblich sind die Landesbauordnungen und der Lärmschutz, und beide unterscheiden sich je nach Bundesland und Gebietstyp.

Heizt das die Stadt auf?

Wenn jedes Gerät eine kleine Wärmequelle ist, liegt die Frage nahe, was tausende davon in einer Innenstadt anrichten. Der Mechanismus ist unstrittig: Die Wärme verschwindet nicht, sie landet auf der Straße.

Bei der Größenordnung wird es dünn. Eine US-Studie aus Phoenix, Arizona, kommt auf rund ein Grad zusätzliche Erwärmung in der Nacht, tagsüber auf einen vernachlässigbaren Effekt. Phoenix ist Wüstenklima mit nahezu vollständiger Ausstattung an Klimageräten; auf eine deutsche Stadt ist das nicht übertragbar.

Eine deutsche Zahl gibt es nicht. In der Recherche für diesen Beitrag ließ sich keine Studie finden, die den Beitrag von Klimaanlagen zur städtischen Wärmeinsel in Deutschland beziffert. Die Helmholtz-Klima-Initiative nennt Klimaanlagen als einen von mehreren Faktoren, ohne Wert. Das ist der ehrliche Stand: Der Effekt ist real, seine Größe für Deutschland unbekannt.

Wann es doch ein Problem ist

Warme Abluft allein ist kein Symptom. Auffällig wird es, wenn etwas dazukommt.

  • Die Kühlleistung lässt nach, obwohl das Gerät läuft. Häufigste Ursache bei einem sonst gesunden Gerät ist die Rezirkulation aus dem vorletzten Abschnitt. Prüfen Sie zuerst, ob der Luftweg wirklich frei ist.
  • Das Gerät schaltet sich bei Hitze ab. Wärmestau führt zu Hochdruckstörungen, und die schalten das Gerät zum Selbstschutz ab. Auch hier ist der Aufstellort die erste Adresse.
  • Die Leistung fällt über Jahre langsam ab. Verschmutzte Lamellen am Wärmetauscher verschlechtern die Wärmeabgabe. Das ist der Punkt, an dem die Reinigung tatsächlich etwas bringt, anders als vieles andere, was unter Wartung verkauft wird.
  • Das Gerät war von Anfang an zu groß gewählt. Dann taktet es, statt durchzulaufen, und arbeitet dauerhaft im ungünstigsten Betriebspunkt. Wie man die richtige Größe bestimmt, steht in einem eigenen Beitrag.
Was hier nicht steht Wie heiß das Kältemittel unmittelbar hinter dem Verdichter wird, die sogenannte Heißgastemperatur, ließ sich für Split-Klimaanlagen in keiner zugänglichen Primärquelle belegen. Es kursieren Zahlen, aber keine davon ließ sich auf ein Datenblatt oder eine Herstellerangabe für diese Gerätekategorie zurückführen. Deshalb steht hier keine. Für die Frage, wie warm die Luft aus dem Gerät kommt, ist dieser Wert ohnehin nicht nötig.

Häufige Fragen

Die ausgeblasene Luft ist rund sechs bis sieben Kelvin wärmer als die Luft, die das Gerät ansaugt. Bei 30 Grad Außentemperatur sind das etwa 36 bis 37 Grad. Diese Werte stammen aus einer Rechnung mit drei Herstellerdatenblättern; in Fachlexika und Foren kursieren auch höhere Angaben von 10 bis 15 Kelvin, deren Herkunft sich nicht klären ließ.
Ja. Das Gerät gibt draußen genau die Wärme ab, die es dem Raum entzogen hat, plus die Wärme, die der Verdichter durch seinen Stromverbrauch erzeugt. Warme Abluft ist die Funktion, nicht die Störung.
Weil der Verdichter Strom braucht und dieser Strom vollständig zu Wärme wird. Ein Gerät mit 3,5 Kilowatt Kälteleistung und 0,76 Kilowatt Leistungsaufnahme gibt draußen 4,26 Kilowatt ab. Wie groß der Aufschlag ist, hängt vom EER ab: Er beträgt 100 geteilt durch den EER, bezogen auf die Kälteleistung.
Verbindlich ist allein die Montageanleitung des Geräts. Daikin verlangt für seine RXM-Geräte mehr als 150 Millimeter nach hinten, mehr als 50 Millimeter seitlich, mehr als 300 Millimeter nach oben und mehr als 100 Millimeter vor dem Luftauslass. In Ratgebern kursieren abweichende Werte bis 50 Zentimeter, durchweg ohne Quellenangabe.
Nur, wenn Luft ungehindert ansaugen und abziehen kann. Sonst saugt das Gerät seine eigene Abwärme wieder ein. Das senkt die Kühlleistung, erhöht den Stromverbrauch und kann zur Abschaltung wegen Hochdruckstörung führen. Verkleidungen müssen vorne und oben offen bleiben.
Der Mechanismus ist unstrittig, die Größenordnung für Deutschland nicht bekannt. Eine US-Studie aus Phoenix beziffert den nächtlichen Effekt auf etwa ein Grad, ist aber wegen Wüstenklima und viel höherer Geräteverbreitung nicht auf Deutschland übertragbar. Eine deutsche Studie mit konkreter Gradzahl war nicht auffindbar.
Oliver Takens
Wer das geschrieben hat

Oliver Takens

Entwickelt KlimaCraft, eine Branchensoftware für Kälte- und Klimatechnik, und sieht dort täglich, woran Aufträge in der Praxis hängen. Schreibt hier für Leute, die keine Kältetechniker sind und auch keine werden wollen.

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Noch nicht klar, was im Gerät eigentlich passiert?

Der Kältekreislauf in vier Schritten, mit echten Drücken und den häufigsten Irrtümern.

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Stand: 25. August 2026 · Quellen: Technische Datenblätter Daikin Perfera (02/2024), Mitsubishi Electric MSZ-AY und Panasonic Etherea · Daikin Installer Reference Guide RXM-R, Dok. 4PDE519439-8L, Abschnitt 6.1.1 · stoffdaten-online.de für Dichte und Wärmekapazität von Luft · energie-lexikon.info · heizsparer.de · weltderphysik.de · Salamanca et al., Journal of Geophysical Research, 2014, referiert über e360.yale.edu · helmholtz-klima.de · Forenbeiträge auf akkudoktor.net und bauexpertenforum.de