Welche Klimaanlage für welche Raumgröße: die kurze Antwort
Rechnen Sie mit 60 bis 100 Watt je Quadratmeter Wohnfläche. Für einen normalen Wohnraum mit 25 Quadratmetern sind das 1.500 bis 2.500 Watt, im Handel also ein Gerät mit 2,5 kW oder 9.000 BTU. Die Spanne ist so breit, weil die Bodenfläche allein wenig aussagt: Ein Nordzimmer im ersten Stock und ein Dachzimmer mit Westfenster liegen bei gleicher Größe eine ganze Gerätestufe auseinander.
| Raumgröße | normale Lage | Gerät dafür | Südfenster oder Dachgeschoss | Gerät dafür | sinnvolle Bauart |
|---|---|---|---|---|---|
| 15 m² Schlafzimmer | 900 bis 1.300 W | 2,0 kW · 7.000 BTU | 1.400 bis 1.700 W | 2,0 kW | Monoblock möglich, Split besser |
| 20 m² Kinderzimmer | 1.200 bis 1.700 W | 2,0 kW · 7.000 BTU | 1.800 bis 2.300 W | 2,5 kW · 9.000 BTU | Split |
| 25 m² Wohnzimmer | 1.500 bis 2.100 W | 2,5 kW · 9.000 BTU | 2.300 bis 2.900 W | 3,5 kW · 12.000 BTU | Split |
| 35 m² Wohn-Ess-Bereich | 2.100 bis 2.900 W | 3,5 kW · 12.000 BTU | 3.200 bis 4.000 W | 5,0 kW · 18.000 BTU | Split |
| 50 m² offener Grundriss | 3.000 bis 4.200 W | 5,0 kW · 18.000 BTU | 4.600 bis 5.700 W | 7,0 kW · 24.000 BTU | zwei Geräte oder Multisplit |
Die Werte sind Branchenrichtwerte für die Vorauswahl, keine Normvorgabe. Genauer wird es mit dem Rechner darunter, verbindlich nur mit einer Kühllastberechnung.
Rechner: Kühlleistung für Ihren Raum
Fünf Angaben genügen für eine Zahl, mit der Sie ein Angebot prüfen können. Wenn Sie die Fensterfläche kennen, klappen Sie den zweiten Teil auf: Dann rechnet der Rechner die Sonneneinstrahlung einzeln statt pauschal, und das Ergebnis wird deutlich belastbarer.
Wie viel Kühlleistung braucht Ihr Raum?
Genauer rechnen, dauert zwei Minuten länger
Das ist eine Schätzung für die Vorauswahl und für die Prüfung eines Angebots. Für die verbindliche Auslegung rechnet ein Fachbetrieb die Kühllast nach VDI 2078. Der Rechner läuft vollständig in Ihrem Browser, es werden keine Eingaben übertragen. Alle Rechner im Überblick.
Achtung Zahlendreher: warum „60 bis 100“ zweimal im Netz steht
Wir haben siebzehn Ratgeberseiten zu dieser Frage gelesen. Mehrere davon empfehlen für denselben Raum rund die Hälfte der Leistung, die die übrigen nennen. Der Grund ist kein fachlicher Streit, sondern eine Faustzahl, die in der falschen Einheit weitergereicht wird.
Buderus, ein Unternehmen der Bosch-Gruppe, schreibt: „Für eine erste überschlägige Berechnung der Kühllast kann von einem Richtwert von 60 bis 100 W/m² … ausgegangen werden.“ Das ist die belastbare Zahl. Rechnet man sie in BTU um, ergibt das 205 bis 341 BTU je Quadratmeter.
Bei GREENOX steht dagegen: „Als einfache Faustformel multiplizieren Sie deshalb die Quadratmeter mit einem Wert zwischen 100 und 150 BTU/h.“ Bei blitzrechner.de heißt es fast wortgleich: „Im Durchschnitt rechnet man mit etwa 100 bis 150 BTU pro Quadratmeter.“ Beide Zahlen liegen bei rund der Hälfte dessen, was aus der Watt-Faustzahl folgt.
Ein Watt sind 3,4121 BTU pro Stunde. Wer für sein 25-Quadratmeter-Wohnzimmer der kursierenden BTU-Faustzahl folgt, landet bei 2.500 bis 3.750 BTU pro Stunde, also 733 bis 1.099 Watt. Das kleinste übliche Wandgerät hat 2,0 kW. Sie würden also nach einer Größe suchen, die es im Handel praktisch nicht gibt, und im Zweifel zum schwächsten verfügbaren Gerät greifen. Für einen 25-Quadratmeter-Raum ist das zu wenig.
Bemerkenswert ist, dass die Seiten mit der BTU-Faustzahl sich selbst nicht daran halten. GREENOX nennt „100 bis 150 BTU/h“ je Quadratmeter und rechnet im selben Artikel für ein 25-Quadratmeter-Wohnzimmer mit Südfenstern „etwa 8.000 bis 9.000 BTU/h“ vor. Selbst großzügige Zuschläge für Südlage und mittelmäßige Dämmung erklären den Abstand zur eigenen Faustzahl nicht. Bei blitzrechner.de steht dieselbe Faustzahl „100 bis 150 BTU pro Quadratmeter“, während die Tabelle auf derselben Seite 20 Quadratmetern 5.000 BTU zuordnet. Das sind 250 BTU je Quadratmeter, also deutlich mehr als die eigene Regel hergibt.
Die Erklärung liegt nahe: Die Tabellen sind aus einer korrekten Quelle abgeschrieben, die Faustzahl aus einer falschen.
Nur eine einzige der siebzehn Seiten rechnet die BTU-Faustzahl korrekt aus der Watt-Zahl ab und schreibt „rund 100 Watt Kühlleistung pro m² (etwa 240 bis 340 BTU/h je m²)“. Das ist die richtige Entsprechung. Zur Gegenprobe von außen: Das amerikanische Energy-Star-Programm ordnet Räumen von 100 bis 150 Quadratfuß ein Gerät mit 5.000 BTU zu. Umgerechnet sind das rund 360 bis 540 BTU je Quadratmeter, ebenfalls weit über den kursierenden 60 bis 100.
BTU und Kilowatt sind dieselbe Größe
BTU steht für British Thermal Unit und ist eine Energiemenge. Auf Klimageräten steht immer BTU pro Stunde, also eine Leistung, genau wie Watt. Es sind zwei Maßeinheiten für dieselbe Sache, wie Zoll und Zentimeter.
Die belastbare Faustzahl lautet 60 bis 100 Watt je Quadratmeter. In BTU sind das 205 bis 341 je Quadratmeter. Wenn Ihnen eine BTU-Faustzahl unter 200 begegnet, rechnen Sie nach: Sie führt zu einem zu kleinen Gerät.
Die Faustformel und was sie verschweigt
Fläche mal 60 bis 100 Watt ist eine Branchenzahl, kein Normwert. In keiner deutschen Norm steht ein Watt-je-Quadratmeter-Richtwert für Wohnräume. Buderus selbst bezeichnet die Zahl ausdrücklich nur als „erste überschlägige Berechnung“ und schreibt einen Satz später: „Die Kühllastberechnung sollte ausschließlich von einem Fachmann … nach der aktuellen VDI 2078 ausgeführt werden.“
Die Spanne von 60 bis 100 ist ein Faktor von 1,7, bei 25 Quadratmetern also der Unterschied zwischen 1.500 und 2.500 Watt und damit zwischen zwei Gerätegrößen. Die Faustformel sagt Ihnen nicht, wo in dieser Spanne Ihr Raum liegt. Genau das entscheiden die Faktoren im nächsten Abschnitt.
Was die Kühllast wirklich treibt
Nicht die Quadratmeter, sondern die Fenster. Fachlich unterscheidet man äußere Lasten (Sonne durch die Verglasung, Wärme durch Wände und Dach, warme Außenluft durch Fugen) und innere Lasten, also Menschen, Geräte und Beleuchtung. In einem normalen Wohnzimmer ist der Sonneneintrag durch die Scheibe der größte Einzelposten.
| Wärmequelle | Größenordnung | Anmerkung |
|---|---|---|
| Fenster nach Norden | rund 50 W je m² Glas | nur diffuses Licht |
| Fenster nach Süden | rund 100 W je m² Glas | hoher Sonnenstand, flacher Einfall |
| Fenster nach Osten oder Westen | 150 bis 250 W je m² Glas | tiefer Stand, voller Einfall |
| Person, sitzend | rund 170 W | davon etwa 95 W trocken, 75 W als Feuchte |
| Notebook | 30 bis 60 W | |
| Rechner am Schreibtisch | 150 bis 250 W | |
| Spielerechner mit starker Grafikkarte | bis 1.500 W | mehr als die halbe Kühllast eines 25-m²-Raums |
| Beleuchtung, LED | 8 bis 12 W je m² | bei älteren Leuchtmitteln das Doppelte |
Personenwärme nach VDI 2078, übrige Werte aus Fachquellen der Gebäudetechnik. Die Fensterwerte sind Erfahrungswerte und streuen mit Verglasung und Verschattung erheblich.
Der Beispielraum, Posten für Posten
Damit die Zahl aus der Grafik nachvollziehbar ist, hier dieselbe Rechnung zum Mitschreiben. Wohnzimmer mit 25 Quadratmetern, Baujahr 1985, 4 Quadratmeter Fensterfläche nach Süden ohne Rollladen, zwei Personen, Fernseher und Router:
- Fenster: 4 m² × 100 W je m² Glas = 400 W
- Wände, Decke, Dach: 25 m² × 24 W je m² = 600 W
- Zwei Personen: 2 × 120 W = 240 W
- Fernseher, Router, Beleuchtung: 250 W
- Lüftung und undichte Fugen: 200 W
- Summe: 1.690 Watt. Das passt zur nächsten Gerätegröße von 2,5 kW.
Mit einem außenliegenden Rollladen schrumpft der Fensterposten von 400 auf rund 160 Watt. Die Summe fällt auf 1.450 Watt und liegt damit sicher im Bereich des 2,5-kW-Geräts statt an dessen oberer Grenze.
Küche und Arbeitszimmer liegen höher
Die Spanne von 60 bis 100 Watt je Quadratmeter gilt für Wohnräume. Für andere Nutzungen nennt Bosch eigene Bänder: Küchen 126 bis 157 Watt je Quadratmeter, Büro- und Gewerberäume 94 bis 126 Watt. In einer Wohnküche, in der täglich gekocht wird, liegen Sie also rund 60 Prozent über dem Wohnraumwert.
Ein außenliegender Sonnenschutz (Rollladen, Markise, Raffstore) lässt etwa 20 bis 40 Prozent der Sonnenenergie durch. Ein Vorhang oder Plissee innen kommt nur auf 60 bis 80 Prozent, weil die Wärme da schon im Raum ist und lediglich noch verteilt wird. Außenliegend ist damit ungefähr doppelt so wirksam, und in vielen Fällen entscheidet das darüber, ob Sie eine Gerätegröße kleiner kaufen können.
Dachgeschoss, Westfenster, Homeoffice
Drei Situationen, in denen die Faustformel systematisch zu niedrig liegt.
- Ungedämmtes Dachgeschoss. Die Dachfläche heizt sich in der Sonne auf über 60 Grad auf und strahlt von oben in den Raum. Dachflächenfenster liegen zudem fast im rechten Winkel zur Mittagssonne. Rechnen Sie 15 bis 30 Prozent Zuschlag. Die Werte streuen, weil sie Erfahrungswerte einzelner Anbieter sind, keine Normvorgabe. Ein Forennutzer beschreibt es so: dasselbe 70-Quadratmeter-Wohnzimmer braucht im Erdgeschoss 2,5 kW und unter dem schlecht gedämmten Dach 3,5 kW.
- Große Fensterfront nach Westen. Die Nachmittagssonne steht tief und trifft ein Haus, das seit Mittag aufheizt. Hier lohnt sich der Weg über die tatsächliche Fensterfläche statt über einen Pauschalfaktor.
- Homeoffice mit zwei Personen und starkem Rechner. Zwei Menschen und ein Spielerechner bringen zusammen leicht 1.800 Watt in den Raum. Das ist bei 25 Quadratmetern mehr als die gesamte bauliche Last. Wer im Sommer im Arbeitszimmer rendert oder spielt, muss das mitrechnen.
Warum ein zu großes Gerät taktet und der teurere Fehler ist
Der verbreitete Laienirrtum lautet: Größer ist sicherer. Bei Invertergeräten gilt das Gegenteil, und der Grund ist die Mindestleistung. Ein Inverter regelt seine Leistung stufenlos herunter, aber nur bis zu einer unteren Grenze. Diese Grenze steigt mit der Gerätegröße. Fällt der tatsächliche Bedarf darunter, muss das Gerät abschalten und wieder anlaufen.
Die amerikanische Energy-Star-Behörde formuliert die Folge so: Ein überdimensioniertes Gerät kühlt den Raum herunter, bevor es die Feuchtigkeit aus der Luft holen konnte, und hinterlässt ein feuchtes, klammes Raumgefühl. Entfeuchten ist ein langsamer Vorgang; er braucht Laufzeit, keine Leistung.
Ein größeres Gerät kühlt nicht schneller. Es kühlt kurz stärker und schaltet dann ab. Erfahrene Nutzer in den Foren empfehlen deshalb das Gegenteil dessen, was man erwartet: im Zweifel eher eine Nummer kleiner, solange eine andere Wärmequelle oder ein zweites Gerät den Rest auffangen kann. Zu klein kostet Komfort an wenigen Tagen im Jahr. Zu groß kostet dauerhaft Effizienz, Entfeuchtung und Lebensdauer.
Vom Rechenergebnis zur Gerätegröße
Der Handel kennt nur ein grobes Raster: 2,0 · 2,5 · 3,5 · 5,0 · 7,0 Kilowatt. Ihre Rechenzahl trifft es fast nie genau.
Die Regel dafür ist einfach: Liegt Ihr Wert zwischen zwei Größen, nehmen Sie die kleinere, wenn der Raum außenliegenden Sonnenschutz hat und Sie ein Invertergerät kaufen. Die größere nur, wenn es ein Dachgeschoss ist oder eine Fensterfront ohne Verschattung.
Die Gerätegröße bestimmt zwei Zahlen: den Anschaffungspreis und den Stromverbrauch. Beim Verbrauch gilt eine einfache Regel: Ein passend ausgelegtes Gerät verbraucht weniger als ein zu großes, weil es gleichmäßig durchläuft statt zu takten. Beim Preis steigt der Sprung von 2,5 auf 3,5 Kilowatt spürbar an, der von 3,5 auf 5,0 deutlich. Wie man vom Kilowattwert zur Jahresrechnung kommt, steht ausführlich im Kostenratgeber. Dort steht auch der Rechenweg für den Heizbetrieb, der bei Luft-Luft-Geräten die größere Position ist.
Wer eine Multisplit-Anlage plant, addiert die Innengeräte nicht einfach. Üblich ist ein Gleichzeitigkeitsfaktor von 0,8, weil selten alle Räume gleichzeitig Volllast brauchen. Vier Innengeräte mit je 2,5 kW ergeben also kein Außengerät mit 10 kW, sondern eines mit rund 8 kW.
Wann die Faustformel nicht mehr reicht
Die Kühllast wird in Deutschland nach VDI 2078 berechnet. Die Norm heißt „Berechnung der thermischen Lasten und Raumtemperaturen“ und rechnet mit stündlichen Klimadaten, Bauteilspeichermassen und tatsächlichen Verschattungsverhältnissen. Nicht zu verwechseln mit DIN EN 12831-1: Die regelt die Heizlast und ausdrücklich nicht die Kühllast. Mehrere Ratgeberseiten verwechseln beides.
Für die Zuschläge im Dachgeschoss kursieren 15, 20 und 20 bis 30 Prozent. Alle drei Angaben stammen von Anbietern und keine nennt eine Herleitung. Wir geben sie deshalb als Spanne und als Schätzung an. Auch die Personenwärme nach VDI 2078 konnten wir nur über eine Sekundärquelle zur Vorgängerfassung von 1994 prüfen. Die aktuelle Ausgabe ist kostenpflichtig. Für die Vorauswahl reicht das, für eine Planung nicht.
Häufige Fragen
In normaler Lage 1.500 bis 2.100 Watt, im Handel also ein Gerät mit 2,5 kW oder 9.000 BTU. Bei Südfenstern ohne Verschattung oder im Dachgeschoss werden daraus 2.300 bis 2.900 Watt und damit die nächste Größe. Den Unterschied macht die Fensterfläche, nicht die Bodenfläche.
205 bis 341 BTU pro Stunde je Quadratmeter. Das ist die korrekte Entsprechung zur Watt-Faustzahl von 60 bis 100. Die im Netz verbreitete Angabe „60 bis 100 BTU je Quadratmeter“ ist ein Übertragungsfehler und ergibt weniger als ein Drittel der nötigen Leistung.
Für 20 bis 30 Quadratmeter in normaler Lage. Bei Südfenstern ohne Verschattung oder im Dachgeschoss sinkt das auf etwa 20 Quadratmeter. 9.000 BTU pro Stunde sind 2.637 Watt, im Handel ist das die 2,5-kW-Größe und das meistverkaufte Wandgerät überhaupt.
Für Wohnräume 60 bis 100 Watt je Quadratmeter. Wo genau in dieser Spanne, entscheiden Fensterfläche, Himmelsrichtung, Etage und Raumhöhe. Für Küchen gelten höhere Werte von 126 bis 157 Watt, für Büroräume 94 bis 126 Watt. Achtung: Die Zahl 60 bis 100 gilt in Watt, nicht in BTU. In BTU wären es 205 bis 341 je Quadratmeter.
Nein. Ein überdimensioniertes Gerät kühlt den Raum schnell herunter und schaltet dann ab, bevor es die Luft entfeuchten konnte. Das Ergebnis fühlt sich kühl und klamm an. Zusätzlich ist jeder Start der Betriebszustand mit dem höchsten Verschleiß. Bei Invertergeräten ist zu groß der teurere Fehler.
BTU pro Stunde mal 0,293 ergibt Watt. Umgekehrt: Watt mal 3,4121 ergibt BTU pro Stunde. 9.000 BTU/h sind also 2.637 Watt, und 2,5 kW sind 8.530 BTU/h. Deshalb wird ein 2,5-kW-Gerät im Handel als 9.000er verkauft.
Für einen offenen Wohn-Ess-Bereich bis etwa 35 Quadratmeter ja. Für eine Wohnung mit mehreren Zimmern nicht: Kalte Luft geht nicht um die Ecke. Sobald eine Tür zu ist, kühlt das Gerät den Nachbarraum praktisch nicht mehr. Für mehrere Räume brauchen Sie mehrere Innengeräte.
Eine direkte. Die Faustzahl von 60 bis 100 Watt je Quadratmeter unterstellt eine normale Raumhöhe bis 2,60 Meter. Bei 3,20 Metern rechnen Sie rund 15 Prozent auf, bei Altbauhöhen über 3,20 Metern rund 30 Prozent. Der Rechner oben macht das automatisch.
Sie läuft dauerhaft auf Volllast und erreicht die Wunschtemperatur an den heißesten Tagen nicht. Das kostet Komfort, aber es beschädigt nichts, und an den übrigen Tagen läuft das Gerät im effizienten Bereich. Deshalb ist eine leichte Unterdimensionierung meist die kleinere Sünde.
Die Rechnung ja, das Ergebnis in der Praxis nicht. Ein Monoblock mit einem Abluftschlauch erzeugt Unterdruck im Raum, wodurch warme Außenluft durch Fugen nachströmt. Ohne dichte Fensterabdichtung bleiben real 20 bis 40 Prozent der berechneten Wirkung auf der Strecke, egal wie sorgfältig Sie gerechnet haben.
Für einen normal genutzten Wohnraum unter 30 Quadratmetern ohne Glasfront und ohne ungedämmtes Dach reicht die Faustformel für die Vorauswahl. Sobald eine dieser Bedingungen nicht zutrifft, liegt jede Faustformel regelmäßig 30 bis 50 Prozent daneben, und der Fehler geht fast immer nach unten. Für die verbindliche Auslegung ist die Kühllastberechnung nach VDI 2078 Sache eines Fachbetriebs.
Als Nächstes: Was kostet der Betrieb?
Wenn die Größe steht, folgt die Stromrechnung. Der Rechenweg von der Kilowattzahl zur Jahressumme.
Zum RatgeberStand: 24. August 2026 · Quellen: VDI 2078:2015-06 (Kühllast), DIN EN 12831-1 (Heizlast), Energy Star zur Überdimensionierung, Buderus, GREENOX und blitzrechner.de als Belege für die abweichenden Faustzahlen, Erfahrungsberichte aus akkudoktor.net und bauexpertenforum.de. Dieser Beitrag ersetzt keine Kühllastberechnung.
