Zwei Dinge heißen beide Wartung

Das ist die ganze Verwirrung in einem Satz. Im Alltag sagen alle „Wartung“, gemeint sind aber zwei völlig verschiedene Dinge: eine gesetzlich geregelte Kontrolle, die ab einer bestimmten Anlagengröße Pflicht ist, und die normale Wartung mit Reinigung und Funktionsprüfung, die niemand vorschreibt.

ZWEI DINGE, DIE BEIDE „WARTUNG“ HEISSENDie Dichtheitskontrollegesetzlich geregeltWer sie vorschreibtdie F-Gase-Verordnung der EUAb wann sie giltab 5 Tonnen CO₂-Äquivalent FüllmengeWer sie machen darfnur zertifiziertes PersonalWie oftalle zwölf MonateBetrifft ein Splitgerät im Haus?praktisch nieDie WartungfreiwilligWer sie vorschreibtniemandWas sie umfasstreinigen, prüfen, messenWer sie machen darfjeder FachbetriebWie oftüblich ist einmal im JahrWarum trotzdemHerstellergarantie und Stromverbrauch
Der Unterschied entscheidet, ob Sie zahlen müssen oder zahlen wollen. Im Alltag heißen beide Dinge „Wartung“, und deshalb wird die freiwillige Leistung regelmäßig mit der gesetzlichen Pflicht begründet. Neun geprüfte Ratgeberseiten beantworten die Frage „wie oft“. Keine einzige trennt sauber zwischen gesetzlicher Pflicht, Garantiebedingung und Herstellerempfehlung.
Die kurze Antwort für die meisten Leser

Wenn bei Ihnen ein einzelnes Splitgerät oder ein kleines Multisplit mit R32 hängt: Es besteht keine gesetzliche Prüfpflicht. Ob Sie warten lassen, entscheiden Ihre Herstellergarantie und Ihr Interesse an niedrigem Stromverbrauch, nicht der Gesetzgeber.

Die Dichtheitskontrolle: wann sie Pflicht ist

Geregelt ist das in der F-Gase-Verordnung der EU. Sie knüpft die Prüfpflicht nicht an die Kilogramm im Gerät, sondern an das CO₂-Äquivalent: Füllmenge mal Treibhauspotenzial des Kältemittels. Die Schwelle liegt bei fünf Tonnen.

CO₂-ÄquivalentIntervallmit Leckage-Erkennungssystem
unter 5 Tonnenkeine Pflichtentfällt
5 bis unter 50 Tonnenalle 12 Monatealle 24 Monate
50 bis unter 500 Tonnenalle 6 Monatealle 12 Monate
ab 500 Tonnenalle 3 Monatealle 6 Monate

Verordnung (EU) 2024/573, Artikel 5. Ein Leckage-Erkennungssystem ist erst ab 500 Tonnen vorgeschrieben und für Privathaushalte ohne Bedeutung.

Wichtig zu wissen: Auch Privatpersonen sind Betreiber im Sinne der Verordnung. Das Umweltbundesamt stellt ausdrücklich klar, dass auch Hausbesitzer mit einer Wärmepumpe oder Klimaanlage darunterfallen. Die Pflicht gilt also dem Grunde nach; sie wird nur wegen der geringen Füllmenge fast nie ausgelöst.

WIE WEIT EINE ANLAGE VON DER PRÜFSCHWELLE ENTFERNT ISTSchwelleSplitgerät 2,0 kW, Datenblatt0,95 kg Werksfüllung, GWP 6750,6 tSplitgerät 2,5 kW, Datenblatt1,10 kg Werksfüllung, GWP 6750,7 tGrößte Füllung im Wohnraum1,30 kg R32, GWP 6750,9 tMultisplit 8 kW mit R322,0 kg Füllmenge1,4 tÄlteres Multisplit mit R410A2,5 kg Füllmenge, GWP 2.0885,2 tPrüfpflicht ab hier5 Tonnen CO₂-Äquivalent5,0 tWerksfüllungen aus Herstellerdatenblättern, GWP-Werte aus Anhang I der F-Gase-Verordnung.
Jedes Wohnraumgerät bleibt unter einem Fünftel der Schwelle. Deshalb ist die Dichtheitskontrolle für die allermeisten Privathaushalte schlicht kein Thema. Auf das genaue Kilogramm kommt es dabei gar nicht an: Zwischen der kleinsten und der größten belegten Wohnraumfüllung liegen 0,35 Kilogramm, zwischen jeder von ihnen und der Schwelle liegt mehr als das Fünffache. Der eine realistische Fall, der in keinem der geprüften Ratgeber vorkommt: ein älteres Multisplit mit R410A. Dessen Treibhauspotenzial ist mehr als dreimal so hoch wie das von R32, und ab etwa 2,4 Kilogramm Füllmenge reißt so eine Anlage die Schwelle tatsächlich.
Welche Füllmengen belegt sind und welche nicht

Für die Perfera der aktuellen A-Baureihe weist das technische Datenblatt von Daikin 0,95 Kilogramm R32 für die 2,0-Kilowatt-Baugröße aus und 1,10 Kilogramm für die 2,5-Kilowatt-Baugröße. Für die 3,5-Kilowatt-Baugröße, die auf dieser Seite sonst als Beispielgerät dient, nennt dasselbe Datenblatt keine Füllmenge. Im Handel kursiert für sie zwar eine Zahl, doch sie stammt aus einem Händlerlisting und ist mit 0,95 Kilogramm exakt die der kleinsten Baugröße der Reihe. Da die nächstgrößere Baugröße bereits bei 1,10 Kilogramm liegt, ist dieser Wert nicht plausibel; deshalb steht er hier nicht. Was sich über die 3,5-Kilowatt-Größe belegen lässt, ist ihr Stromverbrauch aus dem EU-Energielabel und nicht ihre Füllmenge.

Die daneben kursierenden 0,76 Kilogramm gehören zu keiner dieser Baugrößen, sondern zur Vorgängerbaureihe Perfera R, für die Daikin diesen Wert über die Baugrößen FTXM20R bis FTXM35R angibt. Es stehen sich also nicht zwei Werte für dasselbe Gerät gegenüber, sondern zwei Gerätegenerationen. Dieselbe Unterscheidung treffen die Beiträge über die laufenden Kosten und über die zu groß gewählte Anlage.

Für die Antwort auf die Frage oben ändert die Lücke nichts. Alle genannten Zahlen sind Werksfüllungen, nicht die Gesamtfüllung. Für die Prüfpflicht zählt die Gesamtfüllung, also die Werksfüllung plus die Menge, die beim Einbau für eine längere Leitung nachgefüllt wird. Die Perfera kommt ab Werk für zehn Meter Leitung gefüllt; für die Daikin-Splitbaureihe RXJ/RXM 20-35 L nennt die Installationsanleitung darüber hinaus 20 Gramm je Meter bei höchstens zwanzig Metern Leitung, also höchstens 200 Gramm zusätzlich. Selbst das Wohnraumgerät mit der größten in dieser Recherche gefundenen Füllung enthält 1,30 Kilogramm R32 und liegt mit 0,88 Tonnen immer noch um den Faktor 5,7 unter der Schwelle. Der Abstand ist so groß, dass ein paar hundert Gramm mehr oder weniger ihn nicht schließen. Genau deshalb müssen Sie die Füllmenge Ihres Geräts für diese Frage nicht auf das Zehntelkilo kennen. Maßgeblich bleibt ohnehin die Zahl auf Ihrem Typenschild, einschließlich dessen, was der Monteur beim Einbau nachgefüllt hat.

Rechner: Betrifft mich das?

Kältemittel und Füllmenge stehen auf dem Typenschild am Außengerät. Zwei Angaben genügen.

Rechner

Betrifft mich die Dichtheitskontrolle?

0,8 kg
0,54 tCO₂-Äquivalent
Nein, für diese Anlage besteht keine Prüfpflicht.

Sie liegen bei 11 Prozent der Schwelle.

Füllmenge mal Treibhauspotenzial des Kältemittels ergibt das CO₂-Äquivalent. Eine bauseits verrohrte Split-Anlage gilt in der Regel nicht als hermetisch geschlossen, weil die Verbindungen erst vor Ort hergestellt werden. Im Zweifel wählen Sie „Nein“. Der Rechner läuft in Ihrem Browser, es werden keine Eingaben übertragen. Alle Rechner im Überblick.

Der eine Fall, in dem es Privatleute doch trifft

Es gibt ihn, und er kommt in keinem der geprüften Ratgeber vor: ein älteres Multisplit mit R410A.

R410A hat ein Treibhauspotenzial von 2.088, R32 nur 675: mehr als das Dreifache. Deshalb reicht bei R410A schon eine Füllmenge von rund 2,4 Kilogramm, um die Fünf-Tonnen-Schwelle zu reißen. Ein Multisplit, das drei oder vier Innengeräte versorgt, liegt schnell darüber. Bei R32 bräuchte dieselbe Anlage 7,4 Kilogramm.

7,41 kgR32 bis zur Prüfschwellebei hermetischer Bauart 14,81 kg
2,40 kgR410A bis zur Prüfschwellebei hermetischer Bauart 4,79 kg
1,10 kgWerksfüllung, Splitgerät mit 2,5 kWdas sind 0,74 Tonnen CO₂-Äquivalent
Wann die höhere Schwelle gilt

Für hermetisch geschlossene Anlagen verdoppelt sich die Schwelle auf zehn Tonnen. Hermetisch geschlossen heißt: Alle kältemittelführenden Teile sind schon im Werk dauerhaft verbunden, geschweißt oder gelötet. Eine Split-Anlage, deren Rohre erst bei Ihnen zu Hause verlegt und verbunden werden, erfüllt das in der Regel nicht. Monoblock-Geräte, die werksbefüllt aus dem Karton kommen, dagegen schon.

Was Sie selbst machen sollten

Das Wirksamste kostet nichts und dauert zehn Minuten: die Filter im Innengerät reinigen.

WER DARF WASSie selbstohne Nachweis, jederzeitFilter herausnehmen und spülenalle 2 bis 4 WochenGehäuse abwischennach BedarfAußengerät freihaltenvor der SaisonNach dem Kühlen trocken laufen lassengegen Geruchkostet nichtsJeder Fachbetriebohne besondere ZulassungVerdampfer und Verflüssiger reinigeneinmal im JahrKondensatwanne und Ablauf spüleneinmal im JahrElektrik und Kontakte prüfeneinmal im JahrBetriebsdrücke messeneinmal im Jahr80 bis 200 €Nur mit SachkundeNachweis nach F-Gase-VerordnungDichtheitskontrolleab 5 t CO₂e PflichtKältemittel nachfüllennach LeckageKältemittel absaugenbei DemontageKältekreis öffnenbei ReparaturzertifiziertDie Trennlinie verläuft am Kältekreis: Sobald er geöffnet wird, braucht es den Nachweis.
Das meiste dürfen Sie selbst, und genau das bringt am meisten. Der Sachkundenachweis ist keine Schikane, sondern hängt am Kältemittel: Es ist ein Treibhausgas und darf nicht entweichen. Alles, wobei der Kreis geschlossen bleibt, dürfen Sie oder ein beliebiger Fachbetrieb machen.
  • Wie oft: alle zwei bis vier Wochen, solange die Anlage läuft. Bei Haustieren, Pollenflug oder staubiger Umgebung eher alle zwei Wochen. Die verbreitete Empfehlung „einmal im Jahr“ ist deutlich zu selten.
  • Wie: Strom aus, Frontklappe öffnen, Filter nach unten herausziehen. Staub ausklopfen, beidseitig absaugen, mit lauwarmem Wasser und milder Seife spülen. Keine aggressiven Reiniger.
  • Wichtig: zwei bis vier Stunden im Schatten vollständig trocknen lassen, bevor Sie den Filter wieder einsetzen. Ein feuchter Filter ist genau der Nährboden, den Sie vermeiden wollten.
  • Außerdem: Halten Sie das Außengerät frei von Laub und Bewuchs. Ein zugewachsener Wärmetauscher kostet Leistung, und zwar auf beiden Seiten des Jahres.
Warum sich das lohnt

Das US-Energieministerium beziffert den Effekt so: Einen verschmutzten, verstopften Filter gegen einen sauberen zu tauschen, senkt den Energieverbrauch der Anlage um 5 bis 15 Prozent. Die Zahl bezieht sich auf amerikanische Zentralanlagen. Als Größenordnung ist sie trotzdem der beste verfügbare Anhaltspunkt, und sie erklärt, warum ein Gerät nach zwei Jahren ohne Filterreinigung „irgendwie schlechter“ kühlt.

Was der Fachbetrieb macht und was er kostet

Eine Fachwartung umfasst üblicherweise: Filter reinigen oder tauschen, Verdampfer und Verflüssiger reinigen, Kondensatwanne und Ablauf prüfen und spülen, elektrische Kontakte prüfen, Betriebsdrücke und Temperaturen messen, Leitungen sichten.

WAS WARTUNG UND EINZELLEISTUNGEN KOSTENFilter selbst reinigenIhre Zeit, sonst nichts0 €Ersatzfilter kaufenab 10 € je Stück, zwei Seiten10 €Wartung, Reinigung inbegriffen80 bis 150 €, vier Seiten150 €Ein Splitgerät je Wartung80 bis 200 €, Spanne im Netz200 €Hygienereinigung mit Ausbau100 bis 250 €, eine Seite250 €Wartungsvertrag im Jahr120 bis 250 €, ganze Anlage250 €Jeweils das obere Ende der Spanne. Zahlen aus dem Beitrag zu den Wartungskosten, August 2026.
Filterreinigung kostet nichts und bringt am meisten. Das US-Energieministerium beziffert den Effekt eines verstopften Filters auf 5 bis 15 Prozent höheren Stromverbrauch. Das ist die beste verfügbare Zahl, stammt aber von einer US-Behörde und bezieht sich auf zentrale Anlagen. Nehmen Sie sie als Größenordnung, nicht als Punktwert.
Zur Verlässlichkeit dieser Preise

Alle Beträge oben stammen aus dem Beitrag Was kostet die Wartung einer Klimaanlage?, und dort steht auch, wie belastbar sie sind: Von elf geprüften Seiten belegt keine einzige ihre Preisangabe, und eine Vermittlungsplattform nennt im selben Text zwei verschiedene Spannen für dasselbe Gerät. Diese Seite führt deshalb keine eigenen Preisspannen. Holen Sie zwei Angebote ein, bevor Sie einen Wartungsvertrag unterschreiben.

Was die Herstellergarantie wirklich verlangt

Hier steht in Ratgebern regelmäßig, „viele Hersteller“ verlangten eine jährliche Wartung. Wir haben in die Garantiebedingungen geschaut. Als Pauschale stimmt der Satz nicht.

HerstellerWartung als Bedingung?Was in den Bedingungen steht
DaikinJaProdukte müssen den vorgeschriebenen oder empfohlenen Wartungen unterzogen worden sein. Bei Verstoß Ablehnung oder Abzug von bis zu 35 Prozent.
PanasonicJa, belegt für Luft-Wasser-WärmepumpenJährliche Wartung nach Herstellerrichtlinien; fünf Jahre Garantie nur mit Wartung. Für Raumklimageräte nicht auffindbar.
LGNeinWartung ist keine Anspruchsvoraussetzung, sie ist lediglich vom Deckungsumfang ausgenommen.
SamsungNeinKlimageräte sind in den deutschen Standardbedingungen nicht als eigene Kategorie geführt.
Mitsubishi Electricnicht einsehbarDeutsche Garantiebedingungen für Klimageräte sind öffentlich nicht auffindbar. Das heißt nicht, dass keine Wartung verlangt wird.

Stand August 2026, geprüft an den veröffentlichten Garantiebedingungen der Hersteller. Maßgeblich sind immer die Bedingungen, die Ihrem Gerät beiliegen.

Was Sie stattdessen tun sollten

Schauen Sie in Ihre Garantiebedingungen, bevor Sie einen Wartungsvertrag abschließen. Bei Daikin kann die versäumte Wartung 35 Prozent des Anspruchs kosten. Dann rechnet sich die Wartung allein über die Garantie. Bei LG und Samsung wäre dasselbe Geld eine reine Komfortentscheidung.

VDI 6022 und andere Regeln, die für Sie nicht gelten

Auf mehreren Ratgeberseiten wird die VDI 6022 zur Hygiene in raumlufttechnischen Anlagen als verbindliche Vorschrift dargestellt. Das ist sie für Privathaushalte nicht.

VDI-Richtlinien sind Regeln der Technik, keine Gesetze. Sie werden dort verbindlich, wo ein Gesetz oder ein Vertrag ausdrücklich auf sie verweist: im Arbeitsschutz etwa, oder wenn ein Wartungsvertrag sie zum Leistungsinhalt macht. In Ihrer Wohnung gilt sie nicht, und niemand kann sie Ihnen gegenüber durchsetzen.

Ähnlich verhält es sich mit der energetischen Inspektion von Klimaanlagen: Die betrifft Anlagen ab einer bestimmten Nennleistung und zielt auf größere Gebäude, nicht auf ein Splitgerät im Wohnzimmer.

Was das für Sie heißt

  • Prüfpflicht: Für ein normales Splitgerät mit R32 besteht keine. Rechnen Sie oben nach, wenn Sie es genau wissen wollen.
  • Die Ausnahme: älteres Multisplit mit R410A ab etwa 2,4 Kilogramm Füllmenge. Dann jährliche Dichtheitskontrolle durch zertifiziertes Personal.
  • Filter: alle zwei bis vier Wochen selbst reinigen. Das ist der größte Hebel und kostet nichts.
  • Fachwartung: Prüfen Sie zuerst Ihre Garantiebedingungen. Verlangt der Hersteller sie, ist sie faktisch Pflicht. Verlangt er sie nicht, ist es eine Frage von Komfort und Lebensdauer, nicht von Recht.

Häufige Fragen

Gesetzlich vorgeschrieben ist nur die Dichtheitskontrolle nach der F-Gase-Verordnung, und die gilt erst ab fünf Tonnen CO₂-Äquivalent Füllmenge. Ein Wohnraum-Splitgerät mit R32 enthält rund ein Kilogramm: Das Herstellerdatenblatt der Daikin Perfera A weist 0,95 kg für die 2,0-kW-Baugröße aus und 1,10 kg für die 2,5-kW-Baugröße, also 0,64 beziehungsweise 0,74 Tonnen. Selbst die größte in dieser Recherche gefundene Wohnraumfüllung von 1,30 kg bleibt mit 0,88 Tonnen unter einem Fünftel der Schwelle. Auf das genaue Kilogramm kommt es also nicht an. Die normale Wartung mit Reinigung und Funktionsprüfung schreibt niemand vor. Sie kann trotzdem sinnvoll sein, etwa weil die Herstellergarantie sie verlangt.

Ab fünf Tonnen CO₂-Äquivalent, bei hermetisch geschlossenen Anlagen ab zehn Tonnen. Umgerechnet sind das 7,41 kg R32 oder nur 2,40 kg R410A, weil R410A ein mehr als dreimal so hohes Treibhauspotenzial hat. Oberhalb der Schwelle ist die Kontrolle alle zwölf Monate fällig.

Alle zwei bis vier Wochen, solange die Anlage in Betrieb ist. Bei Haustieren, Pollen oder staubiger Umgebung eher alle zwei Wochen. Die oft gelesene Empfehlung „einmal jährlich“ ist deutlich zu selten. Ein verstopfter Filter erhöht den Stromverbrauch nach Angaben des US-Energieministeriums um 5 bis 15 Prozent.

Die Spannen sind groß und hängen davon ab, was genau beauftragt wird. Was Einzelbesuch, Wartungsvertrag und die einzelnen Leistungen kosten, steht mit allen Spannen und ihrer Herkunft im Beitrag Was kostet die Wartung einer Klimaanlage?. Auf dieser Seite geht es um die Frage, ob Sie die Wartung überhaupt brauchen.

Manche ja, manche nicht. Daikin verlangt sie ausdrücklich und kürzt bei Verstoß um bis zu 35 Prozent. LG und Samsung verlangen sie in ihren deutschen Standardbedingungen nicht; dort ist Wartung lediglich vom Leistungsumfang ausgenommen. Die pauschale Aussage „Hersteller verlangen das“ stimmt nicht. Schauen Sie in Ihre eigenen Bedingungen.

Filter reinigen, Gehäuse abwischen und das Außengerät freihalten dürfen Sie ohne Weiteres. Alles, wobei der Kältekreis geöffnet wird (Kältemittel nachfüllen, absaugen, Dichtheit prüfen), darf nur zertifiziertes Personal, weil dafür ein Sachkundenachweis nach der F-Gase-Verordnung nötig ist.

Nein. Der Kreislauf ist geschlossen, das Kältemittel wird nicht verbraucht. Fehlt Kältemittel, liegt eine Undichtigkeit vor. Die gehört repariert, nicht ausgeglichen. Sonst füllen Sie jedes Jahr nach und blasen den Rest in die Atmosphäre.

Nein. Die VDI 6022 ist eine Richtlinie zur Hygiene in raumlufttechnischen Anlagen und damit eine Regel der Technik, kein Gesetz. Verbindlich wird sie nur, wo ein Gesetz oder ein Vertrag auf sie verweist. Für ein Splitgerät in einer Privatwohnung ist das nicht der Fall, auch wenn mehrere Ratgeberseiten das anders darstellen.

An vier Dingen: Sie kühlt spürbar schlechter als früher, sie braucht länger für dieselbe Temperatur, sie riecht beim Einschalten muffig, oder aus dem Innengerät tropft Wasser an einer Stelle, an der vorher keines war. Die ersten beiden Punkte lassen sich oft schon mit einer Filterreinigung beheben.

Oliver Takens
Wer das geschrieben hat

Oliver Takens

Entwickelt KlimaCraft, eine Branchensoftware für Kälte- und Klimatechnik, und sieht dort täglich, woran Aufträge in der Praxis hängen. Schreibt hier für Leute, die keine Kältetechniker sind und auch keine werden wollen.

Zum Autorenprofil

Als Nächstes: Wie groß muss die Anlage sein?

Die Füllmenge hängt an der Gerätegröße. Und die hängt daran, was Ihr Raum wirklich braucht.

Zum Rechner

Stand: 24. August 2026 · Quellen: Verordnung (EU) 2024/573 über fluorierte Treibhausgase (Artikel 3, 5 und 6), Umweltbundesamt zu Dichtheitskontrollen (Stand 27.03.2026), technisches Datenblatt der Daikin Perfera FTXM-A für die Werksfüllung der 2,0- und der 2,5-Kilowatt-Baugröße (für die 3,5-Kilowatt-Baugröße nennt es keine), Installationsanleitung Daikin RXJ/RXM 20-35 L für Vorfülllänge und Nachfüllmenge, Garantiebedingungen von Daikin, Panasonic, LG und Samsung, US Department of Energy zur Filterreinigung, Preisangaben übernommen aus dem Beitrag klimaanlage-wartungskosten, dort aus elf ausgewerteten Seiten, darunter die Preisradare von MyHammer und Trustlocal.