Die kurze Antwort

Versteckte Kosten bei einer Klimaanlage verstecken sich fast nie im Gerätepreis. Sie stecken in den Zeilen, die den Weg zwischen den beiden Geräten beschreiben: die Kältemittelleitung, das Loch durch die Wand, der Ablauf für das Kondenswasser, die Stromzuleitung und der Zugang zum Montageort. Genau diese Positionen hängen an Maßen, die am Schreibtisch niemand kennt.

Die mit Abstand größte davon ist die Leitung. In einem dokumentierten Angebot für eine Anlage mit drei Innengeräten stehen 14 Meter Kältemittelleitung zu 79,90 Euro je Meter, zusammen 1.118,60 Euro bei einer Auftragssumme von 9.356,56 Euro. Eine einzige Zeile macht damit zwölf Prozent des Auftrags aus. Die Arbeitsbühne in demselben Angebot kommt mit 649 Euro dazu, das sind weitere sieben Prozent. Zwei Zeilen, die in keinem Ratgeber vorkommen, tragen knapp ein Fünftel der Rechnung.

VOM ANGEBOT ZUR SCHLUSSRECHNUNG, EIN BELEGTER FALLGorenje Triple-Split, Angebot und Abrechnung aus einem Forenthread. Die Endsumme entstand allein durch Leitungslänge.0 €1.0002.0003.0004.0005.0006.0003.600 €AngebotGeräte und Montage+ 1.200 €Nachtragmehr Leitung4.800 €Schlussrechnungbrutto, wie bezahlt+ 33 %Weitere belegte Ankernicht Teil dieses FallsKernbohrung in Betonab 198 €veröffentlichte PreislisteArbeitsbühne629 bis 649 €zwei echte AngebotszeilenKondensatpumpe, Material113 bis 149 €zwei HändlerpreiseZählerschrank erneuern800 bis 2.500 €Elektrobetrieb, allgemeinEine Prozentgrenze, ab der eine Überschreitung als wesentlich gilt, steht nicht im Gesetz. Ob dieserFall hinzunehmen war, hängt an der Anzeige des Betriebs und nicht an den 33 Prozent.Angebot und Abrechnung aus dem Kostenvoranschlags-Sammelthread auf akkudoktor.net, Einzelfall.Ob und wann der Betrieb den Nachtrag angekündigt hat, geht aus dem Thread nicht hervor.
Der Angebotspreis war der Startwert, nicht der Endwert. Ein einziger Nachtrag, ausgelöst allein durch die Leitungslänge, hat den Auftrag um ein Drittel verteuert. Aus dem Drittel folgt für sich genommen kein Anspruch. Es gibt keine Prozentzahl, ab der eine Überschreitung automatisch zu viel wäre. Das Bemerkenswerte daran ist ohnehin nicht die Höhe, sondern der Auslöser: Die Leitungslänge ist die einzige Größe im Angebot, die vom Grundriss abhängt und die man vorher messen kann. Sie wurde nicht gemessen.
Kurz gesagt Prüfen Sie ein Angebot nicht an der Endsumme, sondern an den Bedingungen. Vier Sätze entscheiden über den Preis: bis wie viel Metern die Leitung enthalten ist, welche Wandart die Bohrung abdeckt, bis zu welcher Höhe gearbeitet wird und ob die Stromzuleitung vorausgesetzt oder erbracht wird. Was sonst noch in einem Angebot steht, erklärt Zeile für Zeile der Beitrag darüber, woraus ein Angebot für eine Klimaanlage besteht.

Warum dieselben Positionen zu knapp stehen

Vorab eine Abgrenzung, die in diesen Text gehört: Hier geht es nicht um Betrug. Wer Muster für unseriöse Angebote erkennen will, findet sie in einem eigenen Beitrag. Dieser hier handelt von seriösen Betrieben, die eine Position zu knapp ansetzen, weil ihnen die Information fehlt.

Dafür gibt es drei nachvollziehbare Gründe. Erstens wird das Angebot oft ohne Ortstermin geschrieben, aus einem Telefonat und ein paar Fotos. Zweitens steht der Angebotspreis im Wettbewerb: Wer alle Eventualitäten einpreist, ist teurer als der, der sie ausklammert, und verliert den Auftrag an das optisch günstigere Papier. Drittens sind mehrere der teuren Größen am Angebotstag schlicht noch nicht bekannt: die tatsächliche Leitungslänge, der Wandaufbau, der Zustand des Zählerschranks.

Der Umgang damit ist branchenüblich und steht offen im Angebot: als Klausel. Zwei Anbieter mit veröffentlichter Montagepauschale zeigen, wie das aussieht.

DIE AUSSCHLUSSKLAUSELN STEHEN SCHON IM ANGEBOTNur so formuliert, dass sie wie eine Leistung aussehen. Linke Spalte wörtlich aus veröffentlichten Leistungsverzeichnissen.SO STEHT ES IM ANGEBOTDAS HEISST ES FÜR SIEOFFENER BETRAG„Montage und Anschluss des Innengerätes bis 5Meter Kältemittelleitung je Inneneinheit“Ab dem sechsten Meter wirdnachberechnet. Messen Sie den Wegvorher nach.79,90 bis 103,50 € jeMeter„Eine Wandbohrung (nicht in Beton) pro Innengerätist inklusive“Ist Ihre Wand aus Beton, ist dieBohrung nicht enthalten.ab 198 € je Bohrung„Max. Arbeitshöhe 2,50 Meter, wenn höher stelltder Auftraggeber Hebebühne oder Gerüst“Darüber zahlen Sie den Zugang selbst,und zwar außerhalb dieses Angebots.629 bis 649 € in zweiAngeboten„Elektrischer Anschluss der Außeneinheit, sofernKabel bauseits vorhanden ist“Fehlt das Kabel, brauchen Sie eineeigene Zuleitung und eineElektrofachkraft.45 bis 90 € je Stunde„Anfahrtskosten includiert (innerhalb 50km)“Wohnen Sie weiter weg, wird die Fahrtzu einer eigenen Position.1,19 € je km plus 79€ je Stunde„Kältemittel nachfüllen, wenn Notwendig (lt.Tagespreis)“Ein Betrag ohne Obergrenze. Ob es nötigwird, steht im Datenblatt Ihres Geräts.Tagespreis, offen„Nicht enthalten: Wandkonsolen, Bodenkonsolen,Dachkonsolen, Kondensatpumpen“Der Halter für das Außengerät und diePumpe stecken nicht im Preis.Pumpe 113 bis 149 €MaterialFormulierungen aus den Leistungsverzeichnissen zweier Anbieter mit veröffentlichter Montagepauschale,abgerufen am 24. August 2026. Die Beträge stammen aus denselben Listen sowie aus zwei dokumentierten Angeboten.
Die teuersten Sätze im Angebot sehen aus wie Leistungen. „Bis 5 Meter“, „nicht in Beton“, „max. 2,50 Meter“ und „sofern bauseits vorhanden“ stehen in veröffentlichten Leistungsverzeichnissen zwischen lauter Selbstverständlichkeiten. Ein Laie liest sie als Leistungsbeschreibung. Tatsächlich ist jede davon eine Bedingung, und hinter jeder Bedingung steht ein Betrag, der erst am Montagetag fällig wird.

Das Bemerkenswerte an diesen Sätzen ist, dass sie vollständig und ehrlich sind. Der Betrieb, aus dessen Leistungsverzeichnis die meisten davon stammen, gehört zu den wenigen, die überhaupt Ausschlüsse benennen und zu zweien davon einen Preis nennen. Das Problem ist nicht die Klausel, sondern ihre Stellung: Sie steht als Aufzählungspunkt zwischen Selbstverständlichkeiten wie „Evakuierung der Anlage“ und „Inbetriebnahmeprotokoll“.

Verbreiteter Irrtum „Ein Angebot ohne Ausschlussliste ist das bessere Angebot.“ Das Gegenteil trifft eher zu. Ein beobachtetes Festpreisangebot lautet auf „ab 2.749,99 €“ und nennt keine Meterzahl, keine Bohrung und keine Arbeitshöhe. Für den Leser ist das optisch das günstigere und inhaltlich das riskantere Papier, weil er nicht erkennen kann, wo die Pauschale endet. Das Wort „ab“ ist in diesem Fall die gesamte Ausschlussliste.

Eine Besonderheit erklärt, warum ausgerechnet die Leitung so oft überrascht: Der Meterpreis ist ein Einheitspreis mitten in einem Pauschalangebot. Er ist die einzige Zeile, deren Betrag von einer Menge abhängt, während alles andere fest ist. Was das grundsätzlich bedeutet, steht im Beitrag über Pauschalpreis oder Einheitspreis.

Die zwei Grenzen bei der Leitungslänge

Zwischen Innen- und Außengerät laufen zwei isolierte Kupferrohre. Für ihre Länge gibt es zwei völlig verschiedene Grenzen, und in fast jedem Angebot steht nur eine davon.

Die kaufmännische Grenze ist eine Vertragsgrenze. Sie lautet in zwei veröffentlichten Leistungsverzeichnissen übereinstimmend „bis 5 Meter je Inneneinheit“. Jeder Meter darüber wird nachberechnet, in einer Preisliste vom August 2026 mit 103,50 Euro, in einem abgerechneten Angebot vom Juli 2023 mit 79,90 Euro.

Die technische Grenze ist eine Gerätegrenze. Das Außengerät kommt mit einer Werksfüllung Kältemittel, und die reicht für eine bestimmte Leitungslänge. Danach muss nachgefüllt werden, sonst leistet die Anlage weniger, als verkauft wurde. Daikin gibt für die Baureihen RXP und RXF zehn Meter an und danach 20 Gramm je zusätzlichem Meter, Panasonic für die Etherea-Reihe Z20 bis Z50 siebeneinhalb Meter und danach 10 Gramm je Meter. Beide Werte stehen im Herstellerdokument. Über acht ausgewertete Anleitungen reicht die Spanne von 10 bis 45 Gramm je Meter, abhängig von der Baureihe und vom Durchmesser der Flüssigkeitsleitung. Wie weit die Werksfüllung bei anderen Baureihen reicht, steht im Beitrag darüber, wie viel Kältemittel ab Werk im Gerät ist.

WAS JEDER METER ÜBER DER PAUSCHALE KOSTET, UND WO DIE ZWEITE GRENZE LIEGT5 mVertragsgrenze. Hier endet die Pauschale, ab hier zahlen Sie jeden Meter.7,5 mWerksfüllung Panasonic Etherea Z20 bis Z50. Danach 10 Gramm je Meter.10 mWerksfüllung Daikin RXP und RXF. Danach 20 Gramm je Meter.0 €200400600800100012000 m5 m10 m15 m103,50 € je Meter, Liste 202679,90 € je Meter, Angebot 2023Spreizung 30 %5 m7,5 m10 mBis 5 Meter kostet dieLeitung nichts extra, unddas gilt je Inneneinheit,nicht je Anlage.Länge der Kältemittelleitung vom Innen- zum Außengerät, senkrecht die Mehrkosten über der Pauschale.Die 5-Meter-Grenze ist eine Vertragsgrenze und liegt bei jedem Anbieter anders. Die 7,5 und 10 Meter stehen imHerstellerdatenblatt und hängen am Gerät, nicht am Anbieter. Für Mitsubishi, Samsung und LG wurden die Werteim Rahmen dieser Recherche nicht geprüft und stehen deshalb nicht hier.
Die Pauschale endet früher als die Werksfüllung, und dazwischen liegt die Lücke. Zwischen fünf und siebeneinhalb Metern zahlen Sie Meter, aber kein Kältemittel. Darüber wird beides fällig, und im Angebot steht meist nur eines. Keine der neun geprüften Wettbewerberseiten erwähnt die zweite Grenze überhaupt, obwohl sie im Datenblatt jedes Geräts steht und den Pauschalversprechen direkt widerspricht.

Aus dem Nebeneinander beider Grenzen folgt etwas, das in keinem der neun geprüften Wettbewerbertexte steht: Zwischen fünf und siebeneinhalb bis zehn Metern zahlen Sie Mehrmeter, bekommen aber kein Kältemittel; dort ist die Werksfüllung noch ausreichend. Jenseits der Werksfüllung wird beides fällig, und typischerweise steht nur der Meterpreis im Angebot.

Rechnen Sie Ihre Leitungslänge vorher aus Weg vom Innengerät waagerecht zur Außenwand, plus die Höhe von dort hinunter zum Außengerät, plus ein Zuschlag für Bögen und Reserve. Ein Innengerät an der Innenwand eines Wohnzimmers im Obergeschoss kommt so schnell auf zwölf bis vierzehn Meter. Bei 14 Metern und einem Daikin RXP wären das (14 − 10) × 20 Gramm = 80 Gramm Zusatzfüllung, bei einer Panasonic Etherea Z35 (14 − 7,5) × 10 Gramm = 65 Gramm. Bei einem Multisplit zählt jedes Innengerät seine eigenen Meter, und die Pauschale gilt je Inneneinheit.

Wie groß der Hebel ist, zeigt die Pauschale selbst. Ein Anbieter verlangt für die Komplettmontage eines Multisplits mit fünf Innengeräten 5.700 Euro brutto ohne Geräte. Drei zusätzliche Meter je Innengerät sind fünfzehn Meter, zu 103,50 Euro also 1.552,50 Euro. Das sind 27 Prozent Aufschlag auf eine Pauschale, die als Festpreis beworben wird, ausgelöst von drei Metern je Raum.

Ein Widerspruch, der hier nicht geglättet wird Ein Meter Kältemittelleitung kostet 79,90 Euro oder 103,50 Euro. Beide Zahlen sind belegt, der Abstand beträgt rund 30 Prozent. Warum, ist nicht geklärt. Möglich sind der Zeitabstand von 2023 auf 2026, ein anderer Rohrquerschnitt, ein anderer Leistungsinhalt oder schlicht ein Nachtragspreis ohne Wettbewerb. Für Sie folgt daraus eine konkrete Frage: nicht „was kostet der Meter“, sondern „Meterpreis wofür“, also nur Material oder Material plus Kanal, Kondensatleitung, Steuerkabel und Verlegearbeit. Und lassen Sie den Meterpreis vor der Auftragserteilung schriftlich festhalten, nicht am Einbautag.

Ehrlich dazugehört auch die Gegenstimme. In einem Forenthread berichten zwei Nutzer von Anlagen, die ohne Zusatzfüllung laufen: einmal mit 17 Metern Leitung, einmal mit neun Metern bei fünf Metern Werksfüllung. Daraus folgt nicht, dass Nachfüllen unnötig wäre. Es folgt daraus, dass der Leistungsverlust im Alltag oft nicht auffällt und deshalb selten reklamiert wird. Genau das macht diese Position so leicht wegzulassen.

Kernbohrung, oder warum 70 und 198 Euro beide stimmen

Für die Leitungen braucht es ein Loch durch die Außenwand. Die Preise dafür wirken willkürlich: Ein Portal nennt 100 bis 300 Euro je Einheit, ein Angebot aus Niedersachsen vom Januar 2024 rechnet 70 Euro brutto pauschal, ein Angebot aus Nordrhein-Westfalen aus demselben Monat 160 Euro je Bohrung, eine Preisliste führt Beton ab 198 Euro. Das ist der Faktor 2,3 zwischen zwei zeitgleichen Angeboten.

Diese Zahlen widersprechen sich nicht. Sie beschreiben verschiedene Wände. Ein Bohrbetrieb veröffentlicht seine Preise je Zentimeter Bohrtiefe, und damit lässt sich die Spanne auflösen.

WARUM 70 EURO UND 198 EURO BEIDE STIMMEN KÖNNENZiegel oder Hohlblock24 cm WandstärkeØ 50 bis 80 mm48 bis 72 €Ø 100 bis 150 mm96 bis 120 €Bewehrungkommt nicht vorDeckenbohrung+ 20 bis 30 €Forenangebot: 70 € pauschalStahlbeton24 cm WandstärkeØ 50 bis 80 mm72 bis 120 €Ø 100 bis 150 mm120 bis 168 €Bewehrung+ 20 bis 40 %Deckenbohrung+ 20 bis 30 €Preisliste: ab 198 € in BetonHohlblock mit Dämmung30 cm plus 18 cm, zusammen 48 cmØ 50 bis 80 mm96 bis 144 €Ø 100 bis 150 mm192 bis 240 €Dämmschichtnicht belegtDeckenbohrung+ 20 bis 30 €Bohrpreis durch Dämmung offenZellwerte aus veröffentlichten Zentimeterpreisen eines Bohrbetriebs gerechnet, Stand 06/2026, ohne Anfahrt.
Der Preis einer Kernbohrung ist keine Zahl, sondern eine Rechnung aus drei Größen. Preis je Zentimeter mal Wandstärke, dazu ein Aufschlag für Bewehrung. Wer diese Rechnung kennt, sieht sofort, dass 70 Euro für eine 24er Ziegelwand und 198 Euro für Beton kein Widerspruch sind, sondern zwei verschiedene Wände. Die vierte Größe ist die Anzahl: Jede Bohrung kostet einzeln, die Anfahrt fällt nur einmal an.

Bei einem Durchmesser von 50 bis 80 Millimetern, dem üblichen Maß für eine Single-Split-Anlage, verlangt dieser Betrieb 2 bis 3 Euro je Zentimeter in Mauerwerk und 3 bis 5 Euro in Stahlbeton. Bei 100 bis 150 Millimetern sind es 4 bis 5 beziehungsweise 5 bis 7 Euro. Für Bewehrung im Beton kommen 20 bis 40 Prozent dazu, für eine Deckenbohrung 20 bis 30 Euro. Eine 24 Zentimeter starke Ziegelwand und eine 48 Zentimeter starke Wand mit Dämmung unterscheiden sich damit um den Faktor zwei, bevor das Material überhaupt eine Rolle spielt.

Hier fehlt eine Zahl Für die Bohrung durch eine gedämmte Fassade ließ sich kein veröffentlichter Preis finden. Belegt ist nur der technische Mehraufwand: zugelassene Brandschutzabschottung, luftdichte Abdichtung innen, diffusionsoffene Ausführung außen, Schlagregenschutz. In einem Forenfall bestand die Wand aus 30 Zentimetern Hohlblock und 18 Zentimetern Mineralwolle, zusammen 48 Zentimetern. Ein einzelner Angebotsposten ist belegt: eine Wandhalterung für 10 Zentimeter Dämmung mit 376,05 Euro netto. Der Bohrpreis selbst bleibt offen. Welche Zuschläge das fertige Gebäude sonst noch auslöst, steht im Beitrag darüber, was das Nachrüsten im bewohnten Haus extra kostet.

Die vierte Größe ist die Anzahl. Jede Bohrung kostet einzeln, die Anfahrt und der Aufbau der Maschine fallen nur einmal an. Deshalb ist die zweite Bohrung fast immer billiger als die erste, und deshalb gehören alle Bohrungen in einen Termin. Verlangen Sie im Angebot vier Angaben: Anzahl, Durchmesser, Material und Wandstärke. Fehlt eine davon, ist der Preis nicht prüfbar.

Kondensat und Strom, die zwei stillen Nachträge

Ein Innengerät entzieht der Luft Feuchtigkeit, und das Wasser muss weg. Ob das etwas kostet, entscheidet eine einzige geometrische Frage: Läuft der Schlauch vom Innengerät durchgehend abwärts zu einem Ablauf? Dann kostet es nichts. Läuft er auch nur ein Stück aufwärts, braucht es eine Kondensatpumpe. Diese Frage können Sie mit einer Wasserwaage selbst beantworten, bevor Sie den Standort des Innengeräts festlegen.

Eine gängige Pumpe schafft 12 Liter Förderleistung je Stunde und bis zu 10 Meter Förderhöhe.

Zwei Preise für dasselbe Bauteil Für die Kondensatpumpe als Material stehen zwei Händlerpreise nebeneinander: 113 Euro bei einem Fachhändler für ein benanntes Modell und 149 Euro in der Preisliste eines Montagebetriebs, beide inklusive Mehrwertsteuer. Es sind zwei Preise für dasselbe Bauteil aus zwei verschiedenen Listen, keine zwei Angebote für dieselbe Lieferung; gemittelt wird hier nicht. Ein Ratgeberportal nennt 100 bis 200 Euro ohne Quelle. Diese Spanne umfasst beide Preise, ersetzt sie aber nicht. Wir rechnen deshalb auf allen Seiten mit 113 bis 149 Euro Material, auch beim Nachrüsten und bei den Positionen im Angebot.

Der Materialpreis ist nicht das Problem. Das Problem ist der Einbau: In einem Leistungsverzeichnis stehen „Kondensatpumpen“ und „Montage von Kondensatpumpen“ ausdrücklich unter „nicht enthalten“, ohne dass ein Preis danebensteht. Was das Wasser sonst noch an Fragen aufwirft, steht im Beitrag darüber, warum eine Klimaanlage Kondenswasser produziert.

Der Strom ist der unauffälligste und im schlechtesten Fall der teuerste Nachtrag. Der Halbsatz „sofern Kabel bauseits vorhanden ist“ sieht im Angebot aus wie eine Selbstverständlichkeit. Er ist eine Kostenklausel.

BRAUCHT IHRE ANLAGE EINEN EIGENEN STROMKREIS?Liegt am Aufstellort eine freie Steckdose?jaErlaubt der Hersteller den Steckdosenbetrieb?jaIst im Zählerschrank Platz und ist er aktuell?jaDie Elektrozeile im Angebot darf klein bleibenAls eigene Position, nicht als Halbsatz „sofern bauseits vorhanden“.einmal nein?Eigene ZuleitungnötigElektrofachkraft 45bis 65 Euro jeStunde als Geselle,65 bis 90 Euro alsMeister, Anfahrt 20bis 50 Euro. Istder Zählerschrankzu alt, kommen 800bis 2.500 Euro odermehr dazu.
Drei Fragen, die Sie vor dem Angebot selbst beantworten können. Die Antworten entscheiden über einen zwei- oder einen vierstelligen Betrag. Ein Foto vom geöffneten Zählerschrank an den Betrieb zu schicken kostet nichts und verhindert den teuersten aller Nachträge. Die Stundensätze stammen aus einer allgemeinen Elektroquelle; ein Preis speziell für den Stromkreis einer Klimaanlage ließ sich nicht belegen.

Drei Ergebnisse sind möglich, und sie unterscheiden sich um eine Größenordnung. Reicht eine vorhandene Steckdose auf einem wenig belasteten Stromkreis und erlaubt der Hersteller das, bleibt die Elektroposition klein. Braucht es einen eigenen Stromkreis, bestimmt der Leitungsweg zum Zählerschrank die Stundenzahl. Ist der Zählerschrank voll oder nicht mehr auf dem Stand der Technik, muss er erweitert oder erneuert werden. Dafür nennt ein Elektrobetrieb 800 bis 2.500 Euro oder mehr. Zum Vergleich: Ein Anbieter beziffert ein komplettes Single-Split-Paket samt Gerät und Montage mit 2.900 bis 4.000 Euro. Der Zählerschrank kann also fast so teuer werden wie die ganze Anlage, und er steht in keinem einzigen Klimaanlagen-Angebot.

Was hier bewusst ohne Pauschale steht Für die nachträgliche Elektro-Zuleitung einer Klimaanlage veröffentlicht kein geprüfter Betrieb einen Preis. Belegt sind allein die Stundensätze einer allgemeinen Elektroquelle: 45 bis 65 Euro für den Gesellen, 65 bis 90 Euro für den Meister. Die Pauschalen, die auf Portalen kursieren, nennen keine Quelle; wir führen sie deshalb auf keiner unserer Seiten als Preis, weder hier noch beim Nachrüsten noch bei den Positionen im Angebot. Lassen Sie sich stattdessen den Leitungsweg in Metern ins Angebot schreiben.

Höhe, Gerüst und der Satz „stellt der Auftraggeber“

„Max. Arbeitshöhe 2,50 Meter“ liest sich wie eine technische Randbedingung. Es ist eine Kostengrenze. Hängt Ihr Innengerät im Obergeschoss oder soll das Außengerät an die Wand über dem Erdgeschoss, ist sie überschritten, und dann wird es vierstellig oder es verschwindet ganz aus dem Angebot.

In zwei dokumentierten Angeboten desselben Nutzers steht die Arbeitsbühne als eigene Zeile mit 649 Euro und 629,51 Euro. Zum Vergleich die veröffentlichten Mietpreise: eine Anhänger-Arbeitsbühne kostet 100 Euro am Tag oder 420 Euro in der Woche netto, eine Lkw-Arbeitsbühne 230 bis 400 Euro am Tag und 970 bis 1.680 Euro in der Woche, eine Scherenbühne 50 bis 65 Euro am Tag. Dazu kommen 15 Euro Maschinenversicherung und 500 Euro Kaution. Ein Fassadengerüst wird nach Fläche berechnet: 4 bis 8 Euro je Quadratmeter und Monat Miete, dazu 4 bis 10 Euro je Quadratmeter für Auf- und Abbau.

Die eigentliche Falle steckt aber im Wortlaut. Wenn im Leistungsverzeichnis steht, dass über 2,50 Metern „der Auftraggeber Hebebühne oder Gerüst stellt“, dann taucht dieser Betrag im Angebot überhaupt nicht auf. Er wird nicht zu einem Nachtrag, er wird zu einer eigenen Rechnung eines anderen Unternehmens. Beim Angebotsvergleich fehlt er auf beiden Seiten und verzerrt trotzdem das Ergebnis.

Die drei kleinen Zeilen daneben Konsole und Schwingungsdämpfer: „Wandkonsolen, Bodenkonsolen, Dachkonsolen“ stehen in einem Leistungsverzeichnis ausdrücklich unter „nicht enthalten“, ohne Preis. Anfahrt: enthalten innerhalb von 50 Kilometern, darüber 1,19 Euro je Kilometer plus 79 Euro je Stunde Fahrzeit. Wandöffnung schließen: „nötige Gips-, Maler- und Tapezierarbeiten“ sind ebenfalls ausgeschlossen. Für Statiknachweis, Schallgutachten, Denkmalschutzgebühren und Entsorgung ließ sich in dieser Recherche kein einziger Preis finden. Diese Positionen existieren, ihr Betrag ist öffentlich nicht dokumentiert.

Angebot, Kostenvoranschlag oder ein Preis mit „ab“ davor

Wie viel die Schlussrechnung überhaupt abweichen darf, entscheidet das Wort in der Kopfzeile des Papiers. Die meisten Leser wissen nicht, dass es da einen Unterschied gibt.

  • Angebot oder Festpreis. Mit Ihrer Annahme ist der Preis vereinbart. Mehr als diesen Preis schulden Sie nur für einen Nachtrag, dem Sie zugestimmt haben.
  • Kostenvoranschlag. Grundsätzlich unverbindlich, und eine Prozentgrenze, ab der eine Überschreitung wesentlich wäre, steht nicht im Gesetz. Was der Betrieb schuldet, ist eine rechtzeitige Warnung: Zeichnet sich eine wesentliche Überschreitung ab, muss er das unverzüglich anzeigen (§ 649 Absatz 2 BGB), und Sie dürfen den Vertrag daraufhin kündigen (§ 649 Absatz 1 BGB).
  • Kostenschätzung oder ein Preis mit „ab“. Keine belastbare Zusage. Das Wort „ab“ vor einem Preis ist keine Preisangabe, sondern eine Untergrenze.

Der Fall aus dem Wasserfalldiagramm oben lag bei plus 33 Prozent. Diese Zahl allein entscheidet nichts. War das Papier ein Kostenvoranschlag, kommt es darauf an, ob der Betrieb den Nachtrag angezeigt hat, bevor er ihn ausgeführt hat. War es ein Angebot mit festem Preis, kommt es darauf an, ob der Kunde dem Nachtrag zugestimmt hat. Beides geht aus dem Forenthread nicht hervor. Deshalb lohnt eine schriftliche Frage vor der Unterschrift: Ist das ein verbindliches Angebot oder ein Kostenvoranschlag?

Verbreiteter Irrtum: § 650 BGB Die Norm zum Kostenanschlag trägt die amtliche Überschrift „Kostenanschlag“ und steht in § 649 BGB. Vor der Reform des Bauvertragsrechts trug sie die Nummer § 650; unter dieser Nummer steht heute der Werklieferungsvertrag, also etwas ganz anderes. Die alte Zählung hält sich trotzdem: Ratgeberseiten, Forenbeiträge und sogar der Ratgebertext einer Fachkanzlei für Baurecht führen den Kostenanschlag weiter unter § 650 BGB. Wer dort nachschlägt, liest den falschen Paragraphen. Im Beitrag Woraus ein Angebot besteht steht dieselbe Nummer wie hier.
Die Prozentgrenze, die es nicht gibt Im Gesetz steht dazu keine Prozentzahl. Der Maßstab heißt „wesentliche Überschreitung“ und wird am Einzelfall abgewogen: Was in einem Fall wesentlich ist, muss es im nächsten nicht sein. Im Netz kursieren 10, 15, 20 und 15 bis 25 Prozent nebeneinander: fünf geprüfte Ratgeber- und Kanzleiseiten geben vier verschiedene Antworten, und wo sie überhaupt eine Herkunft nennen, verweisen sie auf Entscheidungen einzelner Oberlandesgerichte, zwei davon aus Celle; zitiert sind sie nur aus zweiter Hand, die Urteilstexte lagen dieser Recherche nicht vor. Einer Fundstelle am nächsten kommt das Merkblatt einer Handwerkskammer, das als Richtwert etwa 15 bis 20 Prozent nennt, in Ausnahmefällen bis zu 25 Prozent. Ein Richtwert einer Kammer ist aber keine Grenze, auf die Sie sich berufen könnten, und ein Urteil des Bundesgerichtshofs, das eine Prozentgrenze festlegt, ließ sich nicht belegen. Eine Grenze, unterhalb derer Sie zahlen müssten oder oberhalb derer Sie kürzen dürften, gibt es also nicht. Was zählt, ist die Anzeigepflicht: Zeichnet sich eine wesentliche Überschreitung ab, muss der Betrieb Sie unverzüglich warnen.

Für Ihren Fall folgt daraus eine andere Frage als die nach der Prozentzahl. Nicht „wie weit darf die Rechnung über dem Papier liegen“, sondern: Hat der Betrieb Sie gewarnt, solange Sie noch aussteigen konnten? Das ist der Punkt, an dem die längere Fassung dieses Themas ansetzt, im Beitrag über Pauschalpreis und Einheitspreis.

Acht Sätze, die im Angebot stehen müssen

Alle bisher genannten Lücken lassen sich mit acht Formulierungen schließen. Sie sind absichtlich als Satz geschrieben, mit Leerstellen für die Zahlen, damit Sie sie in eine E-Mail an den Betrieb kopieren können.

ACHT SÄTZE, DIE IN EINEM PRÜFBAREN ANGEBOT VORKOMMENNicht die Summe macht ein Angebot prüfbar, sondern diese acht Zahlen. Die Leerstellen füllt der Betrieb aus.DER SATZ, DER DRINSTEHEN MUSSWARUM„… enthält Kältemittelleitung bis __ Meter je Innengerät, jederweitere Meter __ Euro.“Sonst bleibt der teuerste Nachtrag offen.„Enthalten sind __ Kernbohrungen bis __ mm Durchmesser in __ bis__ cm Wandstärke.“Vier Größen bestimmen den Preis. Fehlteine, fehlt der Preis.„Die Kältemittel-Zusatzfüllung ab __ Metern ist enthalten odernicht, Menge __ Gramm je Meter.“Beide Zahlen stehen im Datenblatt IhresGeräts.„Der Kondensatablauf erfolgt mit Gefälle oder über Pumpe, Pumpeund Einbau enthalten?“Entscheidet sich vor Ort, nicht amSchreibtisch.„Der elektrische Anschluss erfolgt an vorhandener Zuleitung oderneu, Leitungsweg __ Meter.“„Sofern bauseits vorhanden“ ist eineKostenklausel.„Die maximale Arbeitshöhe beträgt __ Meter. Gerüst stellt derBetrieb oder der Auftraggeber.“„Stellt der Auftraggeber“ heißt: DerBetrag steht gar nicht im Angebot.„Konsole, Bodenständer und Schwingungsdämpfer sind enthalten odernicht enthalten.“Die häufigste stille Ausschlussklausel.„Anfahrt enthalten bis __ km, darüber __ Euro je km und __ Euro jeStunde.“Kleinster Posten, am leichtesten zuvergessen.Alle acht Formulierungen stammen sinngemäß aus veröffentlichten Leistungsverzeichnissen. Es sind keineunüblichen Forderungen, sondern Angaben, die zwei Anbieter bereits selbst veröffentlichen.Ein Betrieb, der sie nicht beantworten will, hat noch nicht bei Ihnen nachgemessen.
Ein prüfbares Angebot erkennt man nicht an der Summe, sondern an acht Zahlen. Jede dieser acht Zeilen schließt genau eine der Lücken, um die es in diesem Beitrag geht. Sie sind bewusst als Satz formuliert, damit Sie sie in eine E-Mail kopieren können. Von neun geprüften Wettbewerberseiten stellt keine einzige diese Fragen, obwohl zwei von ihnen die Antworten in ihren eigenen Leistungsverzeichnissen stehen haben.

Zwei Dinge machen den Unterschied. Erstens: Lassen Sie den Meterpreis und den Bohrpreis vor der Auftragserteilung schriftlich fixieren. Ein Preis, der erst am Montagetag entsteht, ist ein Preis ohne Wettbewerb. Zweitens: Bestehen Sie auf einem Ortstermin, bevor das Angebot geschrieben wird. Wer nachgemessen hat, muss die Klauseln nicht so weit fassen.

Kommt am Montagetag trotzdem ein Nachtrag, gilt dasselbe wie im Angebot: Menge und Einheitspreis schriftlich, bevor die Arbeit weitergeht. Unter Zeitdruck freigegebene Mehrarbeit ist die teuerste Variante, und der Zeitdruck steht dabei fast immer auf Ihrer Seite, nicht auf der des Betriebs. Ob die Endsumme insgesamt plausibel ist, ist eine eigene Frage. Dafür gibt es die Prüfliste: Ist mein Angebot realistisch?

Häufige Fragen

In zwei veröffentlichten Leistungsverzeichnissen übereinstimmend fünf Meter je Inneneinheit. Bei einem Multisplit gilt diese Grenze für jedes Innengerät einzeln, nicht für die Anlage insgesamt. Die Zahl ist eine Vertragsgrenze und kann bei jedem Anbieter anders liegen. Steht sie nicht im Angebot, ist der teuerste Nachtrag offen. Messen Sie den Weg vom Innengerät zur Außenwand und von dort zum Außengerät vorher selbst nach.
Belegt sind zwei Werte: 103,50 Euro je Meter in einer Preisliste vom August 2026 und 79,90 Euro je Meter in einem abgerechneten Angebot vom Juli 2023. Der Abstand beträgt rund 30 Prozent und ließ sich nicht auflösen. Möglich sind Zeitabstand, Rohrquerschnitt oder ein unterschiedlicher Leistungsinhalt. Fragen Sie deshalb nicht nur nach dem Meterpreis, sondern danach, was er enthält: nur Material oder auch Kanal, Kondensatleitung, Steuerkabel und Verlegearbeit.
Sobald die Leitung länger ist als die Werksfüllung des Außengeräts reicht. Daikin gibt für die Baureihen RXP und RXF zehn Meter an und danach 20 Gramm je zusätzlichem Meter, Panasonic für die Etherea-Reihe Z20 bis Z50 siebeneinhalb Meter und 10 Gramm je Meter. Bei 14 Metern und einem Daikin RXP sind das 80 Gramm. Über acht ausgewertete Anleitungen reicht die Spanne von 10 bis 45 Gramm je Meter, abhängig von Baureihe und Durchmesser der Flüssigkeitsleitung. Für Mitsubishi, Samsung und LG wurden die Werte nicht geprüft und lassen sich nicht hochrechnen.
Das hängt an vier Größen: Wandmaterial, Wandstärke, Durchmesser und Anzahl. Ein Bohrbetrieb rechnet 2 bis 3 Euro je Zentimeter Bohrtiefe in Mauerwerk und 3 bis 5 Euro in Stahlbeton bei 50 bis 80 Millimetern Durchmesser. Für eine 24er Ziegelwand ergibt das 48 bis 72 Euro, für dieselbe Wand in Stahlbeton 72 bis 120 Euro. In echten Angeboten wurden 70 und 160 Euro abgerechnet, eine Preisliste führt Beton ab 198 Euro.
Zum einen wegen der Wandstärke: Der Preis läuft je Zentimeter, und 18 Zentimeter Dämmung auf 30 Zentimeter Hohlblock ergeben 48 Zentimeter statt 24. Zum anderen wegen der Ausführung: Verlangt sind Brandschutzabschottung, luftdichte Abdichtung innen und Schlagregenschutz außen. Ein veröffentlichter Preis für diese Bohrung war nicht auffindbar. Belegt ist nur ein einzelner Angebotsposten: eine Wandhalterung für 10 Zentimeter Dämmung mit 376,05 Euro netto.
Das entscheidet ein Satz im Leistungsverzeichnis. Steht dort, dass über einer maximalen Arbeitshöhe von 2,50 Metern der Auftraggeber Hebebühne oder Gerüst stellt, zahlen Sie und der Betrag steht gar nicht erst im Angebot. In zwei dokumentierten Angeboten führte der Betrieb die Arbeitsbühne dagegen selbst auf, mit 649 und 629,51 Euro. Mietpreise liegen zwischen 50 Euro am Tag für eine Scherenbühne und 1.680 Euro in der Woche für eine Lkw-Arbeitsbühne.
Das hängt an der Bezeichnung des Papiers. Ein angenommenes Angebot mit festem Preis wirkt wie eine Preisvereinbarung; mehr als diesen Preis schulden Sie nur für einen Nachtrag, dem Sie zugestimmt haben. Ein Kostenanschlag ohne ausdrückliche Gewähr für seine Richtigkeit ist dagegen keine feste Zusage, sondern eine Berechnung des voraussichtlichen Aufwands; dafür darf die Rechnung höher ausfallen. Der Betrieb hat aber eine Pflicht: Zeichnet sich eine wesentliche Überschreitung ab, muss er das unverzüglich anzeigen, und Sie dürfen den Vertrag daraufhin kündigen. Eine feste Prozentgrenze, ab der Sie kürzen dürften, gibt es nicht: Die im Netz kursierenden 10, 15, 20 oder 15 bis 25 Prozent stehen in keinem Gesetz, und was „wesentlich“ ist, wird am Einzelfall abgewogen. Die Norm dazu ist § 649 BGB, amtliche Überschrift „Kostenanschlag“, nicht § 650 BGB, wie ältere Ratgebertexte schreiben.
Oliver Takens
Wer das geschrieben hat

Oliver Takens

Entwickelt KlimaCraft, eine Branchensoftware für Kälte- und Klimatechnik, und sieht dort täglich, woran Aufträge in der Praxis hängen. Schreibt hier für Leute, die keine Kältetechniker sind und auch keine werden wollen.

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Stand: 25. August 2026 · Quellen: Daikin, Referenz für Installateure R32 Split RXP-L, ARXP-L und RXF-A, Dok. 4PDE513661-2 · Panasonic, Installationsanleitung Etherea ZKEW Außengerät, Tabelle A · veröffentlichtes Leistungsverzeichnis und Nachberechnungspreise eines Montagebetriebs für Multisplit-Komplettmontage sowie dessen Preis für eine Kondensatpumpe (Abruf 24.08.2026) · Leistungsumfang und Komplettpreise eines Shops mit eigenem Montageservice · Festpreisseite eines weiteren Anbieters · TF-Diamanttrenntechnik, Kernbohrung Kosten 2026 (10.06.2026) · Hubsteiger-Vermietung Gelsenkirchen, Mietpreisliste Arbeitsbühnen (02.03.2026) · Meister-Job, Baugerüst mieten (17.08.2026) · EB Elektrotechnik, Elektriker Kosten 2026 · § 649 BGB (Kostenanschlag) im Volltext, Abruf 24.08.2026 · Merkblatt Kostenvoranschlag der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main, Stand 05/2025, zum Richtwert, der keine Grenze ist · Kostenvoranschläge und Rechnungen aus den Threads zu Split-Klima-Kostenvoranschlägen, R32-Leitungslänge und WDVS-Kernbohrung auf akkudoktor.net, jeweils Einzelfälle · Positionsspannen von my-hammer.de, ohne Quellenangabe der Plattform