Oliver Takens
Entwickler von KlimaCraft · 25. August 2026 · Lesezeit ca. 9 Minuten
Kurz zusammengefasst
Es gibt acht Bauarten, und sie unterscheiden sich nicht darin, wo das Gerät hängt, sondern darin, ob der Kältekreislauf beim Einbau geöffnet wird. Daran hängt alles Weitere: Wanddurchbruch, Zustimmung des Vermieters, Fachbetriebspflicht. Ohne Eingriff in die Gebäudehülle bleiben drei Bauarten übrig, mit Eingriff kommen die Splitgeräte dazu. Für fünf der acht Bauarten fand sich keine belastbare Leistungsangabe. Auch das steht in der Tabelle.
Acht Bauarten, und warum andere Listen anders zählen
Wer nach Arten von Klimaanlagen sucht, findet Übersichten mit drei, fünf oder neun
Einträgen. Die Spannweite kommt nicht daher, dass sich die Technik strittig wäre. Sie
kommt daher, dass die meisten Listen zwei verschiedene Dinge in einen Topf werfen: die
Bauart und den Aufstellort.
Die Bauart beschreibt, wie der Kältekreislauf aufgeteilt ist: ob er vollständig in
einem Gehäuse steckt oder auf zwei Geräte verteilt wird. Daran hängt fast alles, was
danach kommt: ob eine Wand geöffnet werden muss, ob der Vermieter zustimmen muss und ob
ein zertifizierter Betrieb einbauen muss. Nach diesem Kriterium sind es acht.
Drei der acht Bauarten kommen ohne Loch in der Wand aus. Genau daran entscheidet sich für die meisten Mieter, welche Zeile überhaupt zur Auswahl steht. Erst danach lohnt der Blick auf Kühlleistung, Lautstärke und Preis. Die beiden letzten Kacheln stehen der Vollständigkeit halber da: Sie tauchen in vielen Übersichten auf, sind aber für Gewerbebauten ausgelegt.
Monoblock, mobil. Das Rollgerät mit Abluftschlauch. Der gesamte Kreislauf
steckt im Gehäuse, nach draußen geht nur warme Luft. Ob das für Ihren Raum reicht,
steht in der Rechnung zur mobilen
Klimaanlage.
Monoblock, fest. Ein Wandgerät mit zwei Kernbohrungen statt Schlauch. Es
wird oft als „Klimaanlage ohne Außengerät“ verkauft, was für Verwirrung sorgt;
was hinter dem Begriff wirklich
steckt, ist einen eigenen Beitrag wert.
Fenstergerät. Ein Gehäuse, das im Fensterrahmen sitzt, halb drinnen, halb
draußen. In Deutschland selten, in den USA der Regelfall.
Mobile Splitanlage. Zwei Geräte, verbunden über eine werkseitig gefüllte
Leitung mit Schnellkupplung. Der Zwischentyp, den fast keine Übersicht sauber
einsortiert. Dazu unten mehr.
Singlesplit. Ein Innengerät, ein Außengerät, feste Kupferleitung durch die
Wand. Der Vergleich mit dem Monoblock steht in
Monoblock oder Split.
VRF und VRV. Dieselbe Idee, nur für ganze Gebäude mit vielen Zonen.
Ausgelegt für Hotels und Bürobauten, nicht für Wohnhäuser.
Kaltwassersatz. Zentrale Anlage, die nicht Kältemittel, sondern Kaltwasser
durchs Gebäude schickt. Was ein Kaltwassersatz ist,
und wen er überhaupt betrifft, steht separat.
Kurz gesagt
Drei der acht Bauarten kommen ganz ohne Eingriff in die Gebäudehülle aus: der mobile
Monoblock, das Fenstergerät und die mobile Splitanlage. Der feste Monoblock braucht zwei
Kernbohrungen, alle Split-Varianten mit fester Leitung zusätzlich eine Zustimmung und
einen Fachbetrieb.
Bauart oder Aufstellort: der häufigste Mischfehler
Wandgerät, Truhengerät, Deckenkassette, Kanalgerät und Standgerät sind keine Bauarten.
Es sind Bauformen des Innengeräts einer Splitanlage. Ein Kassettengerät ist eine
Splitanlage, deren Innenteil in der Decke sitzt statt an der Wand. Der Kältekreislauf,
die Genehmigungsfrage und die Fachbetriebspflicht sind in allen fünf Fällen identisch.
Trotzdem stehen sie auf mehreren Ratgeberseiten in derselben Aufzählung wie Monoblock
und Multisplit. Ein regionaler Fachbetrieb führt in seinen Seiten-Schlagwörtern
„Wandgerät, Kassette, Truhe, Kanal, Schrank“ als die Klimaanlagen-Bauarten. Für einen
Laien liest sich das so, als müsse er sich zwischen einem Wandgerät und einer
Splitanlage entscheiden. Muss er nicht: Die Frage lautet erst Split ja oder nein, und
dann, wo das Innengerät hängt.
Verbreiteter Irrtum
„Klimaanlage ohne Außengerät“ meint auf vielen Shopseiten schlicht ein
Monoblock-Wandgerät mit zwei Bohrungen. Der Begriff suggeriert eine eigene Technik, die
es so nicht gibt. Was der Ausdruck tatsächlich bezeichnet und was er verschweigt, steht
in Gibt es Klimaanlagen ohne
Außengerät?
Was sich vergleichen lässt, und was nicht
Ab hier wird es dünn. Keine der elf für diesen Beitrag geprüften Übersichtsseiten
liefert eine Tabelle mit Kühlleistung, Lautstärke, Durchbruch, Genehmigung und
Einbaupflicht für alle Bauarten. Die technisch beste Seite im Feld nennt Bänder für
zwei Bauarten und lässt sechs weg. Hier ist die Tabelle, mit den Lücken, die dabei
übrig bleiben.
Für fünf von acht Bauarten gibt es keine belastbare Leistungsangabe. Das ist kein Versehen dieser Seite, sondern der Zustand des Themas. Elf geprüfte Übersichtsseiten liefern zusammen genau zwei belegte Kühlleistungsangaben, und die stammen aus einem Test und aus umgerechneten Produktdaten. Die grauen Felder bleiben hier grau, statt mit geschätzten Zahlen gefüllt zu werden.
Zwei Zeilen haben einen echten Zahlenanker. Stiftung Warentest hat 2026 fünfzehn
Split-Klimageräte mit 2,5 oder 3,5 Kilowatt geprüft; Monoblockgeräte werden dort gar
nicht mehr getestet, weil sie als energetisch ineffizient gelten. Die Gerätepreise im
Test lagen zwischen 873 und 1.957 Euro, die reinen Kühlkosten über fünfzehn Jahre
zwischen 780 und 1.800 Euro. Was darunter noch am Markt ist, sortiert
der Blick auf günstige Klimaanlagen.
Die Kühlleistung ist die einzige Zahl in der Tabelle, die Sie selbst bestimmen können,
statt sie nachzuschlagen: Sie hängt am Raum, nicht am Gerätetyp. Der Rechenweg steht in
Kühlleistung berechnen, die
Umrechnung der amerikanischen Angabe in
Was BTU bei einer Klimaanlage bedeutet.
Ein Zahlenpaar macht den Unterschied zwischen den Bauarten greifbarer als jede
Tabelle. Die Verbraucherzentrale zitiert einen Test, in dem ein 14 Quadratmeter großer
Raum von 30 auf 24 Grad gekühlt wurde: Das Splitgerät brauchte weniger als fünf
Minuten, das Monoblockgerät 30 bis 45 Minuten. Warum das so ist, steht im
direkten Vergleich der beiden Bauarten.
Fünf Ratgeber, fünf verschiedene Bänder für denselben Gerätetyp. Die Angaben reichen von 45 bis über 70 Dezibel, und keine der Seiten sagt, wie gemessen wurde. Ohne diese Angabe ist ein Vergleich zwischen zwei Ratgebern wertlos. Vergleichbar sind nur zwei Datenblätter, die beide denselben genormten Wert ausweisen.
Woher die Zahlen stammen
Alle Dezibelangaben oben sind Zitate von Ratgeberseiten, keine eigenen Messungen. Sie
stehen hier nebeneinander, weil sie sich widersprechen und weil dieser Widerspruch der
eigentliche Befund ist. Verlässlich ist nur der Wert im Datenblatt Ihres Geräts, und
auch der nur, wenn dort steht, ob es sich um Schalldruck oder Schallleistung handelt.
Die mobile Splitanlage, der übersehene Zwischentyp
Von den elf geprüften Übersichtsseiten behandelt keine einzige die mobile Splitanlage
als eigene Bauart mit eigenen Kennzahlen. Sie taucht als Produktlink auf oder als
Werbewort ohne technische Definition. Dabei ist sie die einzige Bauart, die ein
Außengerät hat, ohne eine Wand zu öffnen, also genau das, wonach viele Mieter suchen.
Die Trennlinie verläuft nicht zwischen mobil und fest, sondern am Kältekreislauf. Im Monoblock steckt der ganze Kreislauf in einem Gehäuse, nach draußen geht nur Luft. Beim festen Split wird der Kreislauf bei der Montage geöffnet, befüllt und wieder verschlossen. Die mobile Splitanlage liegt dazwischen: zwei Geräte wie beim Split, aber werkseitig gefüllt und über eine Kupplung verbunden.
Technisch ist sie eine Splitanlage: Verdichter und Verflüssiger sitzen draußen, der
Verdampfer drinnen. Der Unterschied zum festen Split liegt in der Verbindung. Statt einer
vor Ort verlegten und befüllten Kupferleitung gibt es eine werkseitig gefüllte Leitung
mit Schnellkupplung, die durch ein gekipptes Fenster oder eine Fensterdurchführung passt.
Am Markt angebotene Geräte liegen bei 5.000 bis 12.000 BTU je Stunde, umgerechnet
1,47 bis 3,52 Kilowatt.
Eine offene Frage
Ob eine mobile Splitanlage von einem zertifizierten Fachbetrieb angeschlossen werden
muss, ließ sich in dieser Recherche nicht klären. Das Argument dafür: Es ist eine
Splitanlage mit Kältemittel in zwei Geräten. Das Argument dagegen: Der Kreislauf ist
werkseitig gefüllt und wird beim Anschluss nicht geöffnet. Eine Shopseite behauptet für
Geräte „ohne Außengerät“ ausdrücklich, es bestehe keine Sachkundepflicht. Eine
Primärquelle nennt sie dafür nicht. In der Tabelle oben steht deshalb „ungeklärt“ und
keine Antwort.
Welche Bauart zu welcher Wohnsituation passt
Die Reihenfolge der Fragen entscheidet mehr als die Antworten. Wer mit „welches Gerät
ist das beste“ anfängt, vergleicht Bauarten, die für die eigene Wohnung gar nicht
infrage kommen. Sinnvoller ist es, zuerst zu klären, was baulich überhaupt erlaubt und
möglich ist.
Die erste Frage ist nie die nach der Bauart, sondern die nach dem Eingriff. Wer sie beantwortet hat, hat die Liste von acht auf zwei bis drei Möglichkeiten verkürzt. Alles danach ist Feinauswahl, und dafür gibt es zu jeder Zeile einen eigenen Beitrag.
Ein Punkt, der in Bauartlisten fast immer fehlt: Jede Splitanlage mit Umkehrfunktion
kann auch heizen. Sie ist dann nichts anderes als eine
Luft-Luft-Wärmepumpe. Wer ohnehin baut,
sollte diese Frage vor der Bauartwahl stellen, nicht danach.
Bauart und Kältemittel sind zwei verschiedene Fragen
Welches Kältemittel im Gerät steckt, steht auf keiner der Kacheln oben, und in
neun von elf geprüften Übersichten steht überhaupt keine Kältemittelbezeichnung. Für die
Bauartwahl ist das eine Lücke, weil nicht jede Kombination am Markt existiert.
Bauart und Kältemittel sind zwei Entscheidungen, aber nicht frei kombinierbar. Neun von elf geprüften Übersichtsseiten nennen überhaupt keine Kältemittelbezeichnung. Die zwei, die es tun, ordnen jeweils ein Mittel einer Bauart zu, statt zu zeigen, dass die Verfügbarkeit je Bauart verschieden ist. Am deutlichsten wird das bei R290: in Singlesplit-Anlagen längst üblich, in Multisplit-Anlagen praktisch nicht zu bekommen.
Der entscheidende Wert heißt GWP, Global Warming Potential: das Treibhauspotenzial
eines Kilogramms Kältemittel über hundert Jahre, bezogen auf Kohlendioxid. R290, also
handelsübliches Propan, liegt bei 3. R32 liegt bei 675. R410A, jahrzehntelang der
Standard, liegt bei 2.088.
Seit dem 1. Januar 2025 dürfen neue Singlesplit-Geräte mit weniger als drei Kilogramm
Füllmenge nur noch ein Kältemittel unter GWP 750 enthalten. R32 bleibt damit zulässig,
R410A fällt für Neuinstallationen praktisch heraus. Propan ist dem Grenzwert weit
voraus, hat aber eine andere Beschränkung: Es ist brennbar. Für hermetisch geschlossene
und mobile Geräte begrenzt die Norm die Füllmenge auf 0,304 Kilogramm; bei einer
Füllung von 0,22 Kilogramm nennt dieselbe Quelle 11 Quadratmeter Mindestraumfläche als
Rechenbeispiel. Das ist der Grund, warum R290 in Multisplit-Anlagen mit mehreren
Innengeräten bislang praktisch nicht am Markt ist.
Eine offene Frage
Für den 1. Januar 2029 kursiert die Angabe, neue Luft-Luft-Splitanlagen bis 12 Kilowatt
dürften dann kein Kältemittel ab GWP 150 mehr enthalten. Das würde auch R32 betreffen.
Diese Angabe stammt aus einer einzigen Sekundärquelle und ließ sich am Verordnungstext
nicht gegenprüfen. Sie steht hier als offene Frage und nicht als Kaufberatung. Wer heute
plant, sollte sie vor der Entscheidung mit seinem Fachbetrieb klären.
Wer einbauen darf, und wer prüfen muss
Die Kette ist bei allen acht Bauarten dieselbe, sie fällt nur unterschiedlich aus:
bauliche Veränderung ja oder nein, danach Zustimmung von Vermieter oder
Eigentümergemeinschaft, danach Fachbetriebspflicht. Die Fachbetriebspflicht hängt nicht
daran, ob das Gerät fest hängt, sondern daran, ob der Kältemittelkreislauf beim Einbau
geöffnet wird. Bei jeder fest verlegten Splitanlage ist das der Fall.
Für die Zustimmung gilt: Alles, was von außen sichtbar an der Fassade befestigt wird
oder eine Öffnung in der Gebäudehülle erfordert, ist eine bauliche Veränderung. In der
Mietwohnung braucht sie das Einverständnis des Eigentümers, in der
Eigentümergemeinschaft einen Beschluss. Ein mobiles Rollgerät braucht beides nicht.
Was hier nicht steht
Für Fenstergeräte, Truhen- und Kanalgeräte fand sich in keiner der geprüften Quellen
eine Aussage dazu, ob eine Zustimmung nötig ist. Das ist keine Auskunft, sondern eine
Lücke, und deshalb steht in der Tabelle „nicht belegt“. Im Zweifel gilt: schriftlich
fragen, bevor gebohrt oder montiert wird.
Bleibt die regelmäßige Dichtheitsprüfung, die viele Käufer fürchten. Sie richtet sich
nicht nach der Bauart, sondern nach Füllmenge mal Treibhauspotenzial. Ab 5 Tonnen
CO₂-Äquivalent ist einmal jährlich zu prüfen, ab 50 Tonnen zweimal, ab 500 Tonnen
viermal. Rechnen Sie das für eine Wohnraumanlage nach: Die Verordnung führt
Singlesplit-Geräte in der Klasse unter drei Kilogramm Füllmenge. Drei Kilogramm R32 mal
GWP 675 ergeben 2.025 Kilogramm, also rund 2 Tonnen CO₂-Äquivalent, deutlich
unter der ersten Schwelle. Eine übliche Splitanlage im Wohnhaus fällt damit gar nicht
unter die wiederkehrende Prüfpflicht. Was an Wartung trotzdem sinnvoll ist, steht in
Muss eine Klimaanlage gewartet werden?
Kurz gesagt
Die Bauart legt fest, was Sie dürfen. Die Raumgröße legt fest, wie groß das Gerät sein
muss. Das Kältemittel legt fest, wie lange die Anlage noch dem aktuellen Stand
entspricht. Diese drei Fragen sind unabhängig voneinander und sollten auch getrennt
beantwortet werden.
Häufige Fragen
Nach der Aufteilung des Kältekreislaufs gibt es acht Bauarten: mobiler Monoblock, fester Monoblock, Fenstergerät, mobile Splitanlage, Singlesplit, Multisplit, VRF beziehungsweise VRV und der Kaltwassersatz. Die letzten beiden sind für Gewerbebauten ausgelegt. Wandgerät, Truhengerät und Deckenkassette sind keine eigenen Bauarten, sondern Bauformen des Innengeräts einer Splitanlage.
Im Monoblock steckt der komplette Kältekreislauf in einem Gehäuse; nach draußen geht nur warme Luft durch einen Schlauch oder eine Bohrung. Bei der Splitanlage sitzt der Verdampfer drinnen und Verdichter samt Verflüssiger draußen, verbunden über eine Kältemittelleitung. In einem Test kühlte ein Splitgerät einen 14 Quadratmeter großen Raum in unter fünf Minuten von 30 auf 24 Grad, ein Monoblockgerät brauchte 30 bis 45 Minuten.
Eine Splitanlage mit zwei Geräten, deren Kältemittelleitung werkseitig gefüllt und mit einer Schnellkupplung versehen ist. Die Leitung passt durch ein gekipptes Fenster oder eine Fensterdurchführung, ein Wanddurchbruch entfällt. Angebotene Geräte liegen bei 5.000 bis 12.000 BTU je Stunde, umgerechnet 1,47 bis 3,52 Kilowatt. Ob der Anschluss einem Fachbetrieb vorbehalten ist, ließ sich nicht abschließend klären.
Für ein mobiles Rollgerät in der Regel nicht. Sobald etwas an der Fassade befestigt wird oder die Gebäudehülle geöffnet wird, ist es eine bauliche Veränderung: In der Mietwohnung braucht sie das Einverständnis des Eigentümers, in einer Eigentümergemeinschaft einen Beschluss. Für Fenstergeräte, Truhen- und Kanalgeräte fand sich in den geprüften Quellen keine Aussage dazu.
Klären Sie zuerst, ob ein baulicher Eingriff möglich und erlaubt ist. Wenn nicht, bleiben mobiler Monoblock, Fenstergerät und mobile Splitanlage. Wenn ja und es geht um einen Raum, ist der Singlesplit der Regelfall. Bei mehreren Räumen steht Multisplit gegen mehrere Einzelgeräte. Die passende Kühlleistung ist eine davon unabhängige Rechnung, die sich am Raum orientiert und nicht am Gerätetyp.
R290 ist Propan und damit brennbar, weshalb die Füllmenge begrenzt ist. Für hermetisch geschlossene und mobile Geräte nennt die Norm höchstens 0,304 Kilogramm; bei 0,22 Kilogramm Füllung wird als Rechenbeispiel eine Mindestraumfläche von 11 Quadratmetern genannt. Sein Treibhauspotenzial liegt mit GWP 3 weit unter dem von R32 mit 675 und R410A mit 2.088.
Systeme, bei denen ein Außengerät viele Innengeräte über ein Kältemittelnetz im Gebäude versorgt und die Kältemittelmenge je Zone geregelt wird. Sie sind für Gewerbebauten wie Hotels und Bürogebäude konzipiert, nicht für private Wohnhäuser. In Bauartlisten tauchen sie trotzdem oft ohne diesen Hinweis auf, was bei der Suche nach einer Lösung für mehrere Räume in die Irre führt.
Wer das geschrieben hat
Oliver Takens
Entwickelt KlimaCraft, eine Branchensoftware für Kälte- und Klimatechnik, und sieht dort täglich, woran Aufträge in der Praxis hängen. Schreibt hier für Leute, die keine Kältetechniker sind und auch keine werden wollen.